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Kapitel 1
She's a rebel
She's a saint
She's salt of the earth
And she's dangerous
She's a rebel
Vigilante
Missing link on the brink
Of destruction
From Chicago to Toronto
She's the one
that they Call
old whatsername


(Green Day – She’s a Rebel)





„Also, warum bist du hier? Und nimm deine Füsse vom Tisch, Jamie!“ befahl mir Jay. Mist. Das fängt ja toll an, wenn das so weitergeht, werde ich hier noch untergehen. Widerwillig zog ich meine Füsse vom Tisch, verschränkte meine Arme vor meiner Brust und betrachtete gelangweilt meine Ringe. „Jamie!?“, rief mich Jay schon wieder gereizt. Verdammt.
„Ja?“ fragte ich in einem unschuldig klingenden Ton. „Hör mir zu, mir gefällt die Situation ja auch nicht gerade, wir haben viel um die Ohren und ich hab keine Nerven für deine Zickereien. Aber bitte versuche dich zu beherrschen! Ansonsten muss ich dich wieder zurück schicken!“ Scheisse. Oke, ich war auf Jay angewiesen. Wenn er mich wieder zurück zu meinem Eltern schickte, würden sie mir zuerst die Hölle unterm Hintern heiss machen, danach würde ich wohl zu lebenslanger Haft in Mom’s Nähgeschäft verdonnert, und zudem würden sie mich in eine Erziehungsanstalt schicken.
Ich war zwar schon 21, doch sie hatten mich fest in ihrer Hand. Das wohl daran lag, dass ich schon genug mist für 20 Leute gebaut hatte. Naja Ich war nicht gerade sanftmütig, wohl eher rebellisch. Jay jedoch hatte mich, aus einem für mich unerklärlichen Grund, zu sich geholt. Und unsere lieben Eltern hatten zu gestimmt. Mit der Meinung. –Du kannst dort noch was lernen-. Klar war es hier besser, doch ich hasste es, wenn er sich wie ein Vater benahm. Ich hatte schon einen, was wollte ich mit 2? Und wer mag es schon, wenn man von den Freunden weggerissen wird. Ich auf jeden fall nicht. Seit er hier in Lexington, mit seinen Freunden wohnt, ist er viel strenger und erwachsener geworden. Was wohl auch daran lag, dass seine Freundin gerade mit Ihm schluss gemacht hatet. Tja, das Leben war hart.
„Du hast es verbockt.“, gab Jay bemerkend von sich. „Ja hab ich.“, kam es eher gleichgültig von mir. Mir gefiel diese Situation genauso wenig. Ich musste alles hinter mir lassen und sollte hier neu beginnen. Tolle Vorstellung, und auch noch mit 4 weiteren Vollidioten in dieser Wohnung? Toll.
„Fay“, sprach mich Jay jetzt sanftmütig an. Ich fuhr erschrocken hoch und blickte in seine ernsten Augen. Fay war ein weiterer Name von mir. Jay nannte mich jedoch nur äusserst selten so.
„Hats dir Mom nicht erzählt?“, fragend sah ich ihn nun an. „Ich will es von dir hören Fay.“, entgegnete er mir jedoch nur. „Was war es diesmal?“, fragte er mich und sah mich mit einem prüfenden Blick an. „Schon wieder n Auto demoliert? Oder etwas geklaut? Drogen? Alkohol?“
Nun gut, meine Liste war endlos lang, aber was soll’s? Ich war jung, wild, und vor allem ungezähmt. Naja manche würden eher sagen, aggressives, ungezogenes Gör. Aber wen störts? Na mich schon mal gar nicht.
„Auto.“, gab ich kurz und knapp von mir. „Demoliert?“, fragte Jay nun weiter. „Nein. In Brand gesteckt!“, zischte ich ihn an. „Warum machst du so was?“, Jay sah mich fragend, aber vor allem, vollkommen Verständnislos an. Was dachte er sich denn eigentlich, warum ich sowas tat? So eine dumme Frage.
„Er hat mich gereizt.“, beantwortete ich nun etwas schroff, seine Frage.
„Das war alles?“, stichelte er weiter. „Jap.“, sagte ich nur und stand auf. Ja, das war nicht die ganze Wahrheit. Aber es ging ihn ja nichts an. „Nun wenn du jetzt fertig bist, Süsser, geh ich dann Jetzt. Lexington erkunden.“ Gab ich ihm schnippisch zurück. Ich wartete gar nicht erst auf eine Antwort, sondern schnappte mir meine Tasche und wandte mich zum gehen. „Du bist um 6 zu Hause!“, schrie mir Jay noch hinterher. Ich gab nur ein: „ Jaja!“, von mir und verschwand schon aus der Tür.
Lexington war ein einfacher Ort in South Carolina im Südosten von Nord Amerika.
Ich nahm mir meinem MP3 Player aus der Tasche, steckte mir die 2 Ohrstöpsel in die Ohren und drehte voll auf. Ich lief einfach ein bisschen durch Lexington. Ich hoffte nur, mich hier nicht zu verlaufen. Es sah in meinen Augen alles gleich aus. Naja, Jay sagte um 6 Uhr, es war gerade mal 2 Uhr.
Ich ging mir Kippen und Bier holen und ging zum Strand der hier in der nähe war. Die Leute hier schienen auf jedenfall gar nicht anders zu sein, als in Dawson. Ein Ort am anderen ende Nord Amerikas. Es war wirklich am anderen Ende. Und ich war froh, von dort weg zu sein. Die Leute schauten mich schräg von der Seite an und schüttelten hin und wieder mit den Köpfen. Genauso wie in Dawson, ich war es mir also gewöhnt. Na das lag wohl an meinem Aussehen. Da ich nicht gerade wie eine heilige aussah. Meine Jeans hatten Risse, darin steckten unzählige Sicherheitsnadeln und am Bund hing eine Kette, die hin und her klackerte. An meinen Finger waren unzählige Ringe. Ich liebte sie über alles und niemals zog ich auch nur einen davon aus. Jeder hatte eine Bedeutung.
Meine Haare waren braun, schulterlang und darin waren vereinzelt, zopfähnliche dicke Strähnen zu finden. Und mein Shirt hatte vereinzelt grosse Risse. An meinem Armen trug ich überall Narben und Schürfungen. Wie gesagt , ich war nicht gerade handzahm.
Am Strand angekommen, setzte ich mich etwas entfernt von den Leuten, auf einen grünen Rasen ab, wo ich allein war. Zündete mir eine Kippe an und trank hin und wieder von meinem Bier. Ich legte mich hin und genoss einfach, wie die Strahlen der Sonne, meinen Körper wärmten. Lauschte hin und wieder dem Wasser zu, doch hauptsächlich der Musik.
Plötzlich traf mich etwas hartes am Kopf. Erschrocken blickte ich auf, um zu sehen was das war. Nicht weit von mir entfernt, war ein weisser Volleyball. Und auf mich zu kam ein Typ, mit einem verdammt breiten Grinsen im Gesicht. Er hatte lange Dreads und enge Boxer an. Ich zog die Stöpsel aus meinen Ohren und schrie Ihn an. „Verdammte Scheisse, kannst du nicht aufpassen?“
Er schien jedoch sein Grinsen nicht zu verlieren, schnappte sich den Ball und wandte sich kurz nach mir um „Nur nicht so aggressiv, Schätzchen!“ zwinkerte er mir zu. Etwas süßliches lag in seiner Stimme, doch wo war die Entschuldigung? „Danke für die Entschuldigung, du Arsch!“, schrie ich ihm hinterher, doch das schien er schon gar nicht mehr zu hören. Das waren ja mal wieder freundliche Leute hier. Ich hoffte inständig, dass die Freunde von meinem herzallerliebsten Bruder, nicht auch solche Egos waren.
Irgendwann muss ich wohl eingenickt sein, denn als ich auf die Uhr schaute war es schon 10 vor 6. „Scheisse!“,  entfuhr es mir. Ich packte meine Sachen und eilte so schnell ich konnte, nach Hause. Ich war zwar eigenwillig, doch ich wollte Jay nicht schon am ersten Tag, bis aufs äußerste reizen. Ausserdem war ich wohl, obs mir gefiel oder nicht, auf ihn angewiesen.
Ich stürmte zur Tür hinein, und direkt in die Küche. Jay war gerade in ein Gespräch mit 3 weiteren vertieft, die alle bereits assen. Oder besser gesagt, schon fast fertig damit waren. 2 die am Tisch sassen hatten blonde Haare. Der eine sah ein bisschen jünger als der andere aus, und schien mir harmlos doch der andere war mir nicht so geheuer. Der 3 hatte schwarzes Haar, dass zu kleinen, feinen Zöpfchen am Kopf angebracht worden war, er sah ok aus, aber irgendwas an ihm passte mir nicht.
Sie sahen alle wie von der Tarantel gestochen auf und musterten mich. „Oh, da bist ja, ich dachte schon du kommst gar nicht mehr.“ Jay klang nicht gerade erfreut. Naja warum sollte er auch. Ich hatte mich mal wieder verspätet.
„Hatte ich nicht gesagt um 6 und nicht um halb 7?“ Ich wollte ihm gerade alles erklären, doch dazu kam ich gar nicht. Ich hörte von weitem ein „Hey Baby“, und spürte auch schon ein Kneifen an meiner linken Pobacke. „Du musst Jays Schwester sein?!“, kam es sogleich von Links und ich schnellte herum.
Da war er wieder. Dieser Dreadfreak. „Du schon wieder!?“, kam es fast gleichzeitig, ziemlich erstaunt aus unseren Mäulern. Ich war nicht gerade erfreut ihn zu sehen.
„Ich dachte schon, ich wäre dich los!“, angewiedert sah ich ihn an. „Und ich dachte, ich seh dich nie wieder, Baby!“, dabei hatte er ein ziemlich freches Grinsen im Gesicht. Mürrisch blickte ich an, ich wollte gerade weitermachen, doch Jay unterbrach uns.
„Ach ihr kennt euch schon?“, er schien sich ziemlich zu freuen. „Ja leider!“, gab ich aber weniger erfreut von mir. „Ich hab die Süsse am Strand getroffen.“, meinte der Dreadfreak neben mir und umarmte mich dabei. „Wir hatten eine kleine Unterhaltung, oder sollte ich wohl eher sagen, sie hatte eine kleine Unterhaltung, mit meinem Volleyball!“, breitgrinsend sah er mich an.
„Halt die Klappe.“, schrie ich ihn nun an und hatte dabei einen befehlenden Unterton in meiner Stimme.
„Ok, Ok, ihr könnt euer Schwätzchen später fortführen. Darf ich dir vorstellen,“, wandte sich Jay nun um, und zeigte auf die restlichen Jungs, die am Tisch sassen, und uns die ganze Zeit zu gesehen hatten.
„Das ist Jamie, meine kleine Schwester und wird, wie ich schon sagte, nun bei uns wohnen.“
„Ich bin nicht klein!“, gab ich leicht genervt und protestierend von mir. Jay aber ignorierte mich einfach. Doch der Dreadfreak konnte es einfach nicht lassen. Er fing an zu lachen und gab mir einen kleinen Schupps.
„Hi Jamie!“, begrüssten mich die anderen ziemlich freundlich.
„Also, das hier ist Richie!“, Jay zeigte auf den blonden Jungen und fuhr dann fort mit dem blonden, älteren neben ihm. „Das ist Chris, und das hier, das ist Mikel.,“ schloss er nun und zeigte auf den Typ mit den schwarzen, feinen Zöpfchen am Kopf. Alle begrüssten mich mit einem Handwinken und machten sich dann auf ihre Teller zu räumen. Jay stand auf und wies zur Küche: „Dort findest du was zu Essen, wenn was ist, wir sind oben.“, erklärte er mir nun noch kurz und wollte schon gehen doch ich hielt ihn an. „Ey, und was ist mit dem Dreadfreak hier? Hat der auch einen Namen?“, fragte ich ihn etwas widerwillig und sah verachtend auf den Typen mit den Dreadlocks, der mich weiterhin angrinste. „Oh, ich dachte ihr kennt euch?“, erstaunt sah er mich an.
„Ja aber nicht seinen Namen!“, sagte ich nur kurz, ohne weiter darauf eingehen zu müssen. „Achso, wenn das so ist, das ist Izzy!“, Jay nickte nun in Izzy’s richtung und klopfte ihm freundschaftlich auf die Schultern. Danach verschwanden sie ohne ein weiteres Wort zu sagen, einfach aus der Küche.
Ich durchsuchte derweilen die Schränke nach Besteck, Teller und Gläser. Nach langem suchen, fand ich das dann auch. Ich schnappte mir  etwas zu Essen und setzte mich an den Tisch. Ich begann zu essen, doch nach einiger Zeit, tauchte dieser Izzy wieder auf. In meinen Augenwinkeln beobachtete ich, was er tat. Genau das gleiche wie ich. Mehr oder weniger. Er stand einfach an dem Durchgang, an die Wand gelehnt und beobachtete mich mal wieder mit einem Grinsen.
„Hast du dein Grinsen angetackert, oder wie?“, fragte ich ihn dann kurz darauf. Der Typ schien wohl nichts anderes zu machen, als mich ständig an zu glotzen. Ich fragte mich, was daran wohl so interessant sein sollte. Izzy sagte jedoch nicht viel, knapp und kurz sagte er einfach nur „Jap.“, und das war’s auch schon. Danach grinste er allerdings nicht mehr. Mit einem ernsten Blick, musterte er mich. Ich beachtete ihn gar nicht weiter und ass weiter. Nach ner Zeit verschwand er auch wieder.
Nach dem essen, als ich das Geschirr in die spüle gelegt hatte, suchte ich eifrig nach einem Aschenbecher, doch wo ich auch suchte, ich fand nichts. Plötzlich kam dieser Chris wieder in die Küche. „Suchst du was bestimmtes?“, er sah mich prüfend an, klang jedoch freundlich. „Gibt es in dieser Gott verdammten Hütte, keinen Aschenbecher?“, warf ich ihm jedoch nur gereizt entgegen. Eigentlich sollte ich ja netter zu ihm sein, doch ich suchte schon seit einer geschlagenen viertel Stunde. Was meine Laune nicht gerade aufbesserte. Er wies aus dem Fenster auf den Tisch. „Dort draussen. Izzy hat ihn dahin gestellt.“  
„Oh, Danke“ danked lächelt ich ihn an und verschwand auch schon auf die Terrasse. Ich hatte mir gerade eine angesteckt, als ich auch schon wieder diese Stimme hinter mir vernahm. „Na Süsse!“, sagte er in einem komisch verstellten Ton und ich bekam einen harten Klapps zu spüren. Erschrocken drehte mich um. Das konnte ja nur Izzy sein.
„Verdammt, lass den Scheiss!!“, funkelte ich ihn wütend an, doch er grinste mich nur weiterhin hämisch an. Nach einiger Zeit, die er mich und die Zigarette ziemlich genau beobachtete, wie er auf die Zigarette.

„Na weis Jay schon davon?“ , wieder grinste er doch er hatte einen heruasfordernden Blick in seinem Gesicht. „Nein!“, Antwortete ich ihm agressiv. Er wollte gerade seinen Mund wiederöffnen, doch bevor er was sagen konnte, schlug ich ihm meine Hand vor den Mund und drückte ihn an die Wand. „Hör mir zu kleiner. Halt deine Klappe, ja? Achja, wusstest du schon wie heiss eine Zigarettenglut sein kann? Über 300 Grad. Ich denke nicht dass du scharf auf diese Hitze bist oder?“, mit diesen Worten wollte ich ihn zu recht weisen, und hielt ihm dabei meine Zigarette vor die Nase. Was wohl nützte, denn er schüttelte seinen Kopf. Darauf wiederum liess ich ihn los. Was, wie ich im nächsten Moment merkte, ein Fehler war. Er packte mich an meinen Hüften zog mich zu sich heran. „Aber auf deine Hitze wär ich ganz schön scharf, Baby!“, hauchte er mir nun zu, wobei sein Gesicht nicht mal 5cm von meinem entfernt war…..

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 Kapitel 2  


Ich zog mich gestern Abend noch in mein Zimmer zurück und packte mein ganzes Zeug aus. Ich richtete das Zimmer so ein, wie es mir gefiel. Nun hingen an den kahlen Wänden, Postern von Green Day und Simple Plan. Auch Linkin Park fand seinen Platz.

Heute war ich wohl auch sozusagen, den ganzen Tag im Zimmer. Natürlich war ich auch nach unten gegangen, um was zu essen. Jedoch hatte ich darauf geachtet, Jay oder auch diesem Izzy, nicht unter die Augen zu treten. Ich traute diesem Jungen noch nicht so ganz. Und Jay mied ich, weil ich noch keinen Ärger wollte. Ich musste mich erstmal von dem ganzen Ärger und Stress, den ich hatte, erholen.

Jedoch konnte ich nicht immer da bleiben, ausserdem war das auch mehr oder weniger langweilig. Ich hatte keine Lust, mich in meinem Zimmer zu verkriechen. Das hatte ich früher schon getan.

Als der Abend hereinbrach, ging ich nach unten ins Wohnzimmer. Dort hatte ich mich aufs Sofa gesetzt. Neben mir lag eine Katze. Sie war schwarz und weiss, und lag in sich eingerollt, einfach faul da. Sie schien zu schlafen, das dachte ich mir zumindest.

„Na Kleine jetzt sind wir wohl nur noch zu zweit hier.“, ich strich ihr sanft über ihr Fell, doch sie schien damit nicht ganz so einverstanden zu sein. Kurz darauf sah sie mich kritisch an und sprang vom Sofa, um aus dem Wohnzimmer zu gehen.

„Okay, gut! Verschwinde doch du dummes Fieh!“, mürrisch sah ich ihr hinterher. Jetzt war ich wirklich alleine.

Jay und die anderen hatten sich verzogen, sie wollten sich fertig machen, da sie wieder in diesen Club wollten. Er trug den Namen, Hot4In. Ich fragte mich, wie man zu so einem bescheuerten Namen kam. Aber das war wohl auch kein wunder, bei dieser verrückten Bande. Das Hot4In gehörte Jay und seinen Freunden. Er war der Geschäftsführer von dem Club, unter dem sich auch gleich noch ein Puff befand. War ja auch klar, was sollte ich denn von diesen Männer anders erwarten? Unsere Mom jedoch wusste nichts vom Puff, bloss vom Club. Jay hat mir ausdrücklich verboten, ihr davon zu erzählen. Naja warum sollte ich auch? Sie ging mir mittlerweile schon ziemlich am Arsch vorbei. Doch vielleicht lässt es sich noch irgendwann als Druckmittel einsetzten. Und bei diesem Gedanken, huschte mir ein fieses Grinsen übers Gesicht.
Doch irgendwie konnte ich diesen Izzy nicht aus meinem Kopf vertreiben. Eigentlich mochte ich ihn nicht. Aber, ... nun, … wenn ich es von der anderen Seite sah, musste ich zugeben, dass er ziemlich gut aussah. Auf eine andere Art und weise natürlich. Ich schüttelte jedoch gleich darauf den Kopf, um diese Gedanken zu vertreiben. Ich konnte ich schliesslich nicht ausstehen, oder etwa doch? Nein, bestimmt nicht. Er war einfach  nur ein Idiot, mit dummen Machosprüchen. Mehr auch nicht.  Seine Art widerte mich an. Vor allem wie er mich ansah, und sein Grinsen. Das war einfach nicht normal. Er war nicht normal, nein. Ich hasste ihn auf eine gewisse Art und Weise. Aber trotzdem schlich er sich immer wieder in meine Gedanken.

Als sich gestern Abend sein Gesicht, kaum einige Zentimeter von mir entfernt war, hatte ich ihn von mir gestossen. Ich konnte in seine Augen sehen, die braun waren. Sie funkelten und tanzten vor sich hin. Anfangs hatte er dieses schreckliche Grinsen in seinem Gesicht. Doch dann verwandelte es sich in ein normales liebevolles Lächeln. Bei dem Anblick hätte man nicht meinen können, dass er ein widerwärtiges Arsch wäre. Doch der Gedanke an sein Lächeln, verschaffte mir kurz ein Kribbeln. Dieses verschwand kurz darauf jedoch wieder.

Ich war froh, dass ich heute Abend zu Hause blieb.  Jay hatte mich zwar nachmittags gefragt, ob ich mitkommen wollte, doch ich sagte nein. Ich wollte lieber hier bleiben, und das ganze Haus ein wenig genauer betrachten. Doch besonders hatte ich es auf Izzy’s Zimmer abgesehen.

Ja klar, man sollte sich nicht in fremde Zimmer schleichen. Doch Regeln und Gesetze hatten mich noch nie gross interessiert.
Wäre mein Vater kein so hohes Tier, wäre ich wohl schon längst im Jugendknast gelandet. Nun gut, er war nicht mein Vater. Nur Pflegevater und Pflegemutter. Doch ich hatte keine Lust das ganze Wort auszusprechen, das dauerte immer viel zu lange.

Er hatte mich jedes Mal da rausgeboxt. Und keine 24 Stunden später sass ich schon wieder in der Scheisse. Meistens auf jeden fall. Ich war einfach kein Mensch, der ruhig sitzen bleiben kann. Es musste einfach was los sein. Ich verstand nicht, wie Leute einfach nur sitzen bleiben konnte, ohne was zu tun. Doch wenn ich heute Abend wirklich vorhatte, zu Hause zu bleiben. Sollte ich noch was Bier oder so auftreiben. Mein Blick wanderte im Wohnzimmer umher, in der ich plötzlich eine Bar entdeckte. Sie stand in der hinteren Ecke des Wohnzimmers. Die kam mir ja gerade recht. Ich ging zu ihr hinüber, um sie mir genauer anzusehen. Da stand haufenweise Zeugs. Von Tequila bis über Getränke, dass ich noch nie in meinem ganzen Leben gesehen hatte. Woher hatten die nur so viel Zeug? Was für eine blöde Frage. Jay war doch Geschäftsbesitzer. Da hatten sie wohl schon so einiges mitgenommen.

Plötzlich hörte ich eine Stimme hinter mir. „Hey. Suchst du was?“ Ich drehte mich herum und da war Richie. Der war mir schon um einiges lieber als Izzy. „Ach, ich hab mich nur mal umgesehen.“, erklärte ich ihm nun. „Nette Sammlung, was?“, Richie nickte gegen die Bar und betrachtete sie ausgiebig.

„Oh ja. Und ich dachte schon, ich hätte schon alles gesehen, was Alk anbetrifft.“, ich musste dabei unwillkürlich lachen. Selbst Richie stimme mit ein und ich betrachtete die ganze Sammlung noch mal. Das war einfach verrückt.

„Naja fünf Finger Rabatt, wenn du verstehst?“, zwinkerte er mir nun frech entgegen und grinste dabei.

Der Kleine sah ziemlich brav aus, doch der hatte es, so wie es aussah, schon faustdick hinter den Ohren.
„Tut mir leid, dass ich manchmal so unausstehlich bin. Das liegt in meiner Natur.“, versuchte ich mich nun für meine Art zu entschuldigen. Richie sah mich etwas überrascht an. Selbst ich war überrascht, dass ich das, nun gerade gesagt hatte. Sonst entschuldigte ich mich eigentlich nie. „Ach geht schon klar.“ , tat er es mit einem Handwink ab. „Wir haben alle Mal schlechte Tage, weißt du. Ausserdem sind wir uns das von Jay gewöhnt. Man hat gleich gemerkt, dass ihr Geschwister seid.“, grinste er nun. Nun, da hatte er wohl recht. Wir hatten dasselbe Temperament und waren beide sehr impulsiv.

Jay konnte schon ein ziemliches Arsch sein. Wir verstanden uns aber auch nicht mehr so toll, seit er weg war, von zu Hause. Früher waren wir mal unzertrennlich. Er war mein grosser Bruder und so fühlte es sich auch an. Er war mein Bodyguard. Da ich früher eher sanft war. Doch seit er weg war, hatte sich so einiges geändert. Unter anderem auch ich, mich selbst.

„Du bist sicher, dass du heute Abend nicht mitkommen willst?“, er sah mich nun mit seinen blauen Augen fragend an. „Ich weis nicht so recht, mir ist nicht so nach Party zumute.“, versuchte ich mich, nun da rauszureden. Er sah mich enttäuscht an, und senkte für einige Sekunden seinen Kopf. Es versetze mir einen leichten Stich, ihn so zu sehen.

„Nun, sieh mal, ich werde es mir überlegen. Vielleicht ruf ich später ja mal an, ok?“, ich sah ihn freundschaftlich an und hoffte, seine Laune würde sich wieder etwas bessern. Und es zeigte erflog. Freudestrahlend, sah er mich an: „Geht klar!“

„Ach da bist du ja, Kleiner. Ich dachte schon, du wärst vom Erdboden verschluckt worden oder sowas.“, erklang plötzlich Jay’s Stimme und wenige Sekunden später erschien er im Durchgang.

„Ich hab mich nur mal, ein bisschen mit Jamie unterhalten. Sie kommt vielleicht später nach.“, Richie konnte nicht hin, ihm die freudige Botschaft mit einem weiteren breiten Lächeln zu verkünden. Jay nickte. „Geht klar. Ruf mich einfach an, danach kommt dich jemand abholen.“ „Geht klar.“, nickte ich nun, und tat so, als ob ich es vielleicht wirklich tun würde. Doch ich fragte mich, ob ich diese Entscheidung, Richie damit aufzumuntern, nicht vielleicht bereuen würde. Kurz darauf kamen auch schon die anderen runter, da es wohl Zeit war, aufzubrechen. Izzy kam sofort herein gestürmt. Im Schlepptau Mikel und Chris. „Na wollen wir dann?“, fragte er grinsend in die Runde. Wie konnte man sich nur so über einen Club freuen? Er freute sich wohl dann eher auf den Puff, anstatt auf den Club. Das konnte ich mir sehr gut vorstellen, anderes erwartete ich gar nicht von ihm.
Doch diesmal, schien er mich gar nicht bemerkt zu haben. Ich freute mich innerlich schon, und hoffte er würde gleich wieder gehen, ohne mich eines Blickes zu würdigen. Doch ehe ich fertig gedacht hatte, drehte sich sein Kopf genau in meine Richtung. Als er mich erblickte, fand sich sein grässliches Grinsen, wieder auf seinen Lippen.

Die anderen jedoch interessierte das nicht, sie wandten sich zum gehen und verabschiedeten sich von mir. Izzy jedoch kam direkt auf mich zu, und meine Laune fiel direkt wieder in den Keller.  „Hey Baby! Wir sehn uns bald wieder!“, verkündete er mir nun in einem schmalzigen Ton in seiner Stimme und ohne eine Vorwarnung drückte er mir einen Kuss auf meine Lippen.

Ich brauchte einige Sekunden, bis ich es begriffen hatte. Ich starrte ihn schockiert und etwas wütend an. Immer noch spürte ich das Piercing, dass sich dabei auf meine Lippen gedrückt hatte und ich dachte, ich würde es bis an mein Lebensende auf meinen Lippen spüren.

Er drehte sich um, warf mir noch ein paar Luftküsse zu, und winkte mir zum Abschied grinsend zu.

Ich war immer noch so geschockt, dass ich nicht mal etwas sagen konnte. Und meine Geschocktheit, machte ihn wohl noch mehr an, denn er grinste bis über beide Ohren. Ich war total fassungslos. Was bildet sich dieser Typ eigentlich ein!? Was denkt der sich, wer er eigentlich war? Bestimmt nicht König von England oder sowas.

Noch bestimmt 10 Minuten stand ich da, konnte diese überhebliche Frechheit, einfach nicht glauben. Irgendwann regte ich mich und holte mir ein Bier und steckte mir erstmal ne Kippe an. Ich dachte nach, was ich wohl tun konnte. Doch viel, fiel mir nicht ein. Also schaltete ich erstmal die Glotze an, doch Fehlanzeige. Da lief nur Müll. Erneut regte ich mich mal wieder darüber auf, dass immer der gleiche Müll in der Glotze lief.

Ich hatte noch etwas hin und her gezappt, bevor ich den Fernseher dann wieder ausschaltete. Ich war in der Hoffnung, doch was zu finden, aber es war hoffnungslos.

Mein Blick viel auf die Anlage, die im Wohnzimmer neben der Bar stand. Ich hatte sie vorhin gar nicht richtig angesehen, doch jetzt, wie es mir schien, kam sie mir echt riesig vor. Eine normale Anlage reichte für die Jungs dann wohl nicht mehr, was?!

Ich warf erstmal die Anlage an. Etwas Musik konnte nicht schaden. Ich drückte einfach auf Play und war gespannt, was für Musik ich zu hören kriegen würde. Ich war schon auf irgendwelchen Schrott gefasst. Doch zu meinem Glück lief Linkin Park. Erstaunt fing ich an zu lächeln. Doch ich musste erstmal der Laustärkeregler etwas leiser stellen. Die Lautstärke schmerzte in den Ohren. Sie bräuchten dringen mal einen Arzt.

Doch mir ging die Frage im Kopf herum, wem die Cd’s gehörten? Jay stand nicht so auf Linkin Park. Den beiden blonden konnte ich sowas auch nicht zutrauen. Mikel und Izzy? Ich wusste es nicht.

Ich begab mich nach einiger Zeit wieder aufs Sofa, wo ich mich bequem, auf das Sofa hinsetze. Ich hatte einfach eine Weile der Musik zugehört, hatte Bier getrunken und mich meiner Zigarettensucht hingegeben.

Ab und zu hatte ich auch was gegessen. Ein paar Brötchen, die in der Küche auf der Ablage zu finden waren. Sie waren zum Glück noch frisch. Zu meinem Erstaunen gab es nur frische Sachen hier. Ich hatte fest damit gerechnet, es würde von abgelaufenen Lebensmitteln nur so wimmeln. Nun, ausser dem Kühlschrank. Da musste man mal wieder einkaufen. Er sah nicht gerade voll aus.

Die restliche Zeit hatte ich meinen Gedanken nachgegeben. Hatte mich gefragt, was die anderen in Dawson wohl tun würden. Ich hätte einfach anrufen können, doch ich entschied mich dagegen. Das wäre schlechter Einfluss. Jay würde das gar nicht gefallen. Eher entschied ich mich dazu, das Haus zu erkunden. Das, was ich eigentlich tun wollte.

Ich hatte die Anlage ausgeschaltet, und lief eine Zeit lang sinnlos durch das grosse Haus. Neben dem Wohnzimmer war ne Treppe, die nach oben führte. Auch ein langer Gang befand sich neben der Treppe. Da befand sich ein Badezimmer, und am anderen Ende des Ganges, ein Fitnesszimmer. Tolle Sache. Würde ich aber bestimmt nicht benutzen. Ich würde mich fragen müssen, wo Izzy überall war. Das würde zu viel Zeit kosten.

Im 2. Stock gab’s viele verschiedene Zimmer und einen Dachboden, der mir am angenehmsten war. Er stand leer, bis auf ein paar Kartons und sonstiger Müll der verteilt war. Aber vor allem staubig war es hier. Vom Dachfenster aus, konnte man fast ganz Lexington sehen und den wundervollen Beach. Jedoch war es schon fast dunkel und man konnte nur noch schwer was erkennen, bis auf die tausenden von Lichtern, die überall waren, und die Stadt beleuchteten.

Eine Weile sah ich aus dem Fenster und betrachtete die Stadt. Man konnte einige Menschen sehen, die Teilweise hin und her wanderten. Sie schienen im Stress zu sein. Ich fand es interessant, Leute zu beobachten, aus so einer Entfernung. Man konnte viele Dinge sehen. Doch selbst das wurde mir nach einiger Zeit zu langweilig. Also ging ich danach wieder die steile Treppe runter, und lief den Gang entlang.

Mein Zimmer lag ungefähr in der Mitte. Am Anfang lag Jay’s Zimmer. Es war riesig, aber aufgeräumt. Schade eigentlich. Mikels Zimmer lag daneben und sah dagegen nicht so aufgeräumt aus wie Jay’s Zimmer. Chris Zimmer. Meine Güte, das Chaos übersah ich einfach mal. Meines lag neben Chris’s Zimmer, also in der Mitte. Daneben befand sich Richie’s Zimmer. Der Kleine, hatte gute Ordnung in seinem Zimmer und ich konnte Bilder erkennen. Ich nahm an, es wäre seine Familie. Es war sehr heimelig eingerichtet und man fühlte sich darin wohl.

Das letzte Zimmer war, wie ich es vermutet hatte, Izzy’s Zimmer. Es befand sich ein grosses Schild auf der Tür. Es war rot und in weißen großen, fetten Lettern stand darauf geschrieben:

Caution! Dangerous! Do not Enter!

Darunter befand sich überflüssigerweise, das Atomzeichen. Ich runzelte meine Stirn. Ich wollte nicht wissen, was dahinter war. Ich erwartete eine Bombe oder ein riesen Chaos.Atom? Bestimmt nicht. Izzy war zwar schrecklich, aber, … Um Gottes willen, ich hoffte nicht, dass er verseucht war! Für einige Sekunden weitete sich mein Gesicht vor Schrecken, doch dann beruhigte ich mich wieder.

Es gab einige Sticker auf der Tür, die ich mir gar nicht richtig ansah. Bis auf eines. Ein Poster von einer nackten Frau, hing an der Tür. Na toll. Sex besessen war er auch noch. Ich schüttelte den Kopf und öffnete langsam die Tür. Gefasst darauf, dass mich irgendwas anspringen würde, stellte ich mich auf die Seite.

Mein Entsetzen als ich das Zimmer sah, war noch grösser als zuvor. Es lagen etliche Kleider auf dem Boden zerstreut. Hefte, die ich gar nicht ansehen wollte, doch die posierenden Frauen zeigten mir, dass es Playboyheftchen waren. Einen Cd Player und einen tragbaren DVD Player, befanden sich auf dem Bett, wo sich noch mehr Kleider befanden. Ich getraute mich nicht mal, einen einzigen Schritt zu tun. Ich hatte angst Käfer würden hervor kriechen.

Jetzt wusste ich, was mit dem Schild gemeint war. Es war wirklich gefährlich hier. Und betreten auf eigene Gefahr. Hier hatte wohl ein Orkan gewütet. Doch mich beschlich die Befürchtung, dass der Orkan Izzy gewesen war.

Nach einigen Minuten des Betrachtens, ging ich wieder nach unten ins Wohnzimmer. Ich hatte etwas Besonderes in seinem Zimmer erwartet. Aber nun, wennschon wusste ich nun, wie sein Zimmer aussah. Katastrophal. Das würde ich nicht noch einmal betreten. Auf keinen Fall.

Ich hatte mich wieder aufs Sofa gesetzt und wieder schlich sich die Langeweile bei mir ein. Dabei war nicht mal 9 vorbei.

Ich spielte mit dem Gedanken, bei Jay anzurufen. Aber irgendwie wollte ich es nicht so recht. War ich wirklich darauf erpicht, Izzy zu sehen? Da war ich mir nicht so sicher.
Normalerweise wäre ich sonst um die Häuser gezogen und hätte Schaden angerichtet. Doch ich wollte das Jay nicht antun und ich kannte diese Gegend überhaupt nicht. Ich hatte schon ne ganze halbe Stunde vom Strand wieder zurück gebraucht obwohl der gleich neben an war. Unentschlossen, was ich tun sollte, sass ich nun noch 10 Minuten da, bis ich mir mein Handy griff. Ich suchte Jays Nummer und drückte auf Anrufen.
Das gewöhnliche Piepsen erklang, aber niemand ging ran. Na toll. Er sagte ich sollte Anrufen und ging nicht mal ran! Sollte ich hier etwa versauern? Ich versuchte es nochmal und nochmal. Doch irgendwie wollte er da einfach nicht rangehen. Das machte mich mit jedem Mal rasender.

Wenn ich anrief, hatte er gefälligst abzunehmen. Ich ging nochmal durchs ganze Haus und durch die Küche, um irgendwelche brauchbare Nummern zu finden. Und dann endlich, nach 15 Minuten fand ich, was ich gesucht hatte.
In der Küche, lag auf dem Tresen ein Heft. Dort stand die Nummer vom Hot4In. Ich seufzte auf. Meine letzte Rettung. Ich wählte langsam die Nummer vom Hot4In und drückte auf Anrufen. Wieder ertönte dieses schreckliche Tuten. Doch dann nahm jemand ab. Ich war total war froh. „Hey, hier Violet!! Ist Jay da?“, rief ich ungeduldig in den Hörer. Doch dann sank mein ganzes Herz in meine Hosen. Izzys Stimme erklang am anderen Ende. „Hey Baby!“, sprach er erfreut und wieder hatte er einen schmalzigen Unterton in seiner Stimme.
„Ich sagte ja, wir sehn uns bald wieder!“, er klang sehr erfreut und ich konnte ihn mit seinem schrecklichen Grinsen, schon vor mir sehen. „Hey Süsse, lebst du noch?“, ertönte wieder seine Stimme, die etwas besorgt klang. Ich starrte vor schreck eine Weile auf den Kühlschrank, bis mich Izzy damit wieder aus meiner Trance riss.

 „Ehm ja, ich bin da.“, versuchte ich mich nun wieder zu fassen und ernsthaft zu klingen.„Ich will Jay sprechen!“, forderte ich ihn auf. „Tut mir leid Baby, der ist beschäftigt!“, gab er jedoch nur zurück. Ich war aufgebracht. „Was soll das heissen, beschäftigt? Ich will ihn an den Hörer!“ „Was willst du denn?“, fragte er nun, als ob er meinen Satz vorhin einfach nicht gehört hätte. Ich war gereizt. Ich wollte nicht mit Izzy sprechen. Doch wenn ich mich entscheiden musste, zu versauern oder wegzugehen, trotz Izzy, entschied ich mich dann doch lieber fürs Ausgehen. „Mir ist stinklangweilig!“, sagte ich nun ehrlich und ziemlich enttäuscht.„Ach so, du willst also doch noch Spass haben heute?“, und schon wieder konnte ich sein Grinsen bis hier spüren. „Ja, wenn du das so nennen magst.“ Ich war gar nicht erfreut über diese Situation doch was blieb mir anderes übrig? „Soll dich jemand abholen, Süsse?“, fragte er mich nun wieder. „Natürlich!“, sagte ich in einem selbstverständlichen Tonfall. „Gut. Ich bin in 15 Minuten bei dir!“ Ich konnte nicht mal etwas antworten schon konnte ich wieder ein Tuten hören. Er hatte aufgelegt, ohne auf meine Antwort zu warten. Ich bereute meine Entscheidung. Doch nun konnte ich auch nichts mehr daran ändern. Ich lief in mein Zimmer, um mir was passendes anzuziehen. Ich schnappte mir ein Top, auf dem Don’t touch stand, und einen etwas zu grossen Ausschnitt hatte, doch ich wollte es anziehen, es war bequem und ich mochte es. Aus dem Schrank zog ich noch eine Jeans, worauf auf dem Hintern, Fuck You, in grossen Buchstaben geschrieben war. Ich liebte diese Jeans, auch wenn sie etwas zerrissen war, und genau so aussah, wie meine letzte Jeans. Aber sie war bequem, und das war die Hauptsache.Als ich unten war, konnte ich gerade mal meine Schuhe anziehen, bei denen ich mir nicht mal Zeit gelassen hatte, schon stürmte Izzy zur Tür herein.Meine Laune sank noch tiefer, als ich in sein nun grinsendes Gesicht sah. „Schön dich wiederzusehen! Na, alles klar?“ „Klar, wie Kloßbrühe!“, gab ich trocken von mir und schnappte mir dann meine Tasche und Jacke, damit wir endlich gehen konnten.Ich wollte gerade zur Tür heraus, als ich wieder eine Hand spürte, die mir an den Po griff. Ich drehte meinen kopf, und nicht anders zu erwarten, stand Izzy da und grinste mich nun frech an. „Gehen wir?“, er hob seine Augenbrauen, doch das Grinsen verschwand nicht.„Ja!“, gab ich leicht genervt von mir, und drehte mich wieder um. Jedoch konnte ich noch sowas hören wie. „Heiss siehst du aus!“, dass er mir ins Ohr flüsterte. In der nächsten Sekunde verpasste ich ihm eine schallende Ohrfeige. Ich hatte fest damit gerechnet, er würde nun endlich durchdrehen, und mich anschreien. Statt dessen grinste er mich nur an.Ich fragte mich ernsthaft, ob er noch alle Tassen im Schrank hatte. Welcher Idiot grinst denn bei einer Ohrfeige? Ach verdammt, womit hatte ich das nur verdient?

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Kapitel 3


Die ganze Fahrt über sah er immer wieder zu mir hinüber. Jedoch hatte er einen ziemlich ernsten Blick drauf. Das machte mir noch mehr Angst als sein Grinsen. Er sah strickt geradeaus und konzentrierte sich aufs fahren. Jedoch sah ich immer wieder ein Lächeln über seine Lippen huschen. Ich hatte ihn bis jetzt noch gar nicht richtig unter die Lupe genommen. Er sah zwar ganz ok aus, hatte unzählige Tattoos, darunter auch einige Narben. Und sein Body schien ganz schön durchtrainiert zu sein. An was dachte ich da eigentlich?
Ich konnte den Typen doch eigentlich gar nicht riechen. Ich versuchte, die Gedanken wieder aus meinem Kopf zu verdrängen und weiter aus dem Fenster zu sehen, anstatt auf sein Gesicht und sein Piercing. Immer wieder spielte er damit. Biss sich auf seine Lippen oder fuhr mit der Zunge darüber. Ich hatte so das Gefühl, er würde es mit Absicht machen. Ab und zu konnte ich auch sehen, wie er mich aus den Augenwinkeln anstarrte.
Als mein Blick wieder an ihm hängen blieb, hatte er ihn bemerkt und sah mich ebenfalls an. Ich hatte das Gefühl, er hatte meine musternden Blicke bemerkt denn er fing augenblicklich an, zu grinsen.
Ich drehte meinen Kopf wieder zur Seite, um aus dem Fenster zu sehen und ihn so, nicht mehr zu betrachten. Doch aus den Augenwinkeln aus, konnte ich sehen, wie er sich ein Lachen verkneifen musste. Ich wusste, wenn das so noch länger weitergehen würde, würde dieser Typ mich noch um den Verstand bringen.
„Wie lange dauert das noch?“, leicht genervt sah ich ihn an und versuchte dabei, meine gewohnte Aggressivität in meine Stimme zu bringen, was mir aber nicht so gelingen wollte. Es klang eher wie ein kleines Schulmädchen, und im selben Augenblick hasste ich mich dafür. Denn er fing wieder an zu lachen, welches sich von einem Ohr bis übers andere hin ausbreitete.
„Zu langsam?“, fragend sah er mich an und zog seine Augenbrauen hoch. Ich nickte sichtlich gelangweilt, mit dem Ellbogen ans Fenster gelehnt. Ich spürte plötzlich einen Ruck und wurde in den Sitz gedrückt. Izzy fuhr nun mindestens doppelt so schnell wie vorher. „Willst du uns umbringen?!!“, schrie ich ihn geschockt an. „Na du sagtest es sei dir zu langsam, also gib ich Gas. Du befiehlst, ich führe aus!“, zwinkerte er mir nur grinsend zu.
Der hatte sie echt nicht mehr alle, ich fragte mich langsam, ob ihm was fehlte? Doch dazu blieb die Zeit nicht mehr. Er hielt abrupt an, und ich merkte, dass wir nun am Hot4In angekommen waren. Wir stiegen aus und ich war froh wieder Boden unter meinen Füssen zu haben. Wir wollten gerade an dem stämmigen, mürrischen Security vorbei, als dieser Typ mich mit seiner Hand zum Stehen bleiben zwang.
„Ausweis!“, befahl er mir mürrisch. Was sollte das nun jetzt? Das war ja eine tolle Begrüssung hier.  Izzy sah den Typ kritisch an und sah abwechselnd zu mir.
„Das is Jays Schwester!“, erklärte nun Izzy der dem Typen. Er achtete nicht mehr auf den Security, sondern wollte mich einfach mit hinein ziehen, doch der Typ schien ihm nicht zu glauben. Er stoppte Izzy und mit zugleich, ohne dass wir überhaut die Chance dazu hatten, über die Schwelle zu treten.
Er beharrte weiterhin darauf, meinen Ausweis zu sehen wollen. Ich fragte mich wirklich, was dem eigentlich einfiel? So hatte man keine Frau zu behandeln. Ausserdem war mein Bruder hier doch der Geschäftsführer. Er sollte mich doch kennen.
„Verdammt ich bin einundzwanzig, du Arsch! Und jetzt lass mich hinein! Ich bin Jays Schwester!“, gab ich nun aggressiv schreiend von mir. „Ja klar, das kann hier jeder sagen, du siehst aus wie achtzehn!“
„Wie bitte?“, mein Mund hing mir bis zur Kinnlade herunter. So was konnte ich einfach nicht glauben. Ich war drauf und dran, ihm in den verdammten Hintern zu treten. Doch Izzy sah mich nur kurz von der Seite her an. Er hatte immer noch einen kritischen Blick auf dem Gesicht. „Warte hier! Ich bin gleich wieder da!“, kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, verschwand er auch schon. Ich hatte nicht mal Zeit, mich dagegen zu wehren. Genervt steckte ich mir eine Zigarette an, währen dieser Typ von Bulldogge mich anstierte. Ich fühlte mich gar nicht wohl in meiner Haut, besonders nicht, wenn da jemand war, der mich immer so doof anglotzte. Doch es dauerte gar nicht lange, da war Izzy auch wieder zurück, mit Jay im Schlepptau. Ich konnte schon von weitem sehen, dass er sehr schlecht gelaunt war. Sicherheitshalber ging ich einige Schritte zurück. Wenn Jay nicht guter Laune war, war er wie eine tickende Zeitbombe, sie konnte jeden Augenblick explodieren.
.„Wo liegt das Problem?“, ziemlich genervt schrie Jay nun den Security an. Der daraufhin ihn geschockt ansah. „Das verzogene Gör hat keinen Ausweis und behauptet strickt deine Schwester zu sein!“, man konnte sehen, wie der Typ versuchte, sich zu beherrschen und nicht gleich vor Angst in die Hosen zu machen.
Jay fing an mit den Augen zu rollen und sah den Typ verständnislos an. Ich konnte es schon vor mir sehen, wie Jay langsam anfing zu kochen. Die Wut spiegelte sich in seinen Augen und die seine Hände ballten sich zu Fäusten.
„Das IST meine Schwester, du Idiot! Tust du auch nur einmal, was man dir sagt! Schalte dein Hirn das nächste Mal ein, verdammt nochmal! Wofür wirst du hier eigentlich bezahlt? Wenn man dir etwas befiehlt, hast du das auch zu befolgen!“, mit jedem Wort schien Jay noch wütender zu werden und ich fragte mich, wann es das letzte Mal war, als ich ihn so wütend gesehen hatte. Zur Sicherheit trat ich noch ein Stück weiter nach hinten. Ich wollte Jay nicht in die Quere kommen, bei dieser Laune würde ich nachher nur noch Hackfleisch sein.
Etwas geschockt stand ich da und versuchte Jays Wut erstmal zu verdauen. Einige Sekunden war ich wie weggetreten. Erst als Izzy wieder vor mir trat, holte er mich so in die Realität zurück. Er sah mich mir seinen braunen Augen, tief in die meinen. Für einen Augenblick hatte ich das Gefühl, die Zeit würde still stehen.  Er sah mich ziemlich besorgt an. In diesen Tagen hatte ich noch nie, so einen besorgten Blick in seinen Augen gesehen.
„Hey Jamie, geht’s dir gut?“, fragte er mich nun in einem sehr besorgten Unterton. Seine Stimme drang nur langsam in mich ein. Doch als ich ihn gehört hatte, nickte ich automatisch. „Ehm, ja mir geht’s gut.“, stammelte ich leise vor mich hin.
„Komm mit Fay, tut mir echt leid. Ich wollte dich nicht erschrecken.“, kam es nun entschuldigend von Jay, der mich auch so ansah. „Geht schon klar“, ich versuchte wieder meine normale Haltung  zu gewinnen und niemanden anmerken lassen, dass etwas meine Welt für einige Sekunden aus den Angeln gehoben hatte.
„Können wir?“, fragte mich Jay nun und sah mich dabei liebevoll an. Das war das erste Mal seit langem, dass wir wieder normal miteinander sprachen. Auch dass er mich verteidigte, hatte ich nicht mehr erlebt, seit dem er weg war. Ich merkte langsam, wie sich Tränen an meine Oberfläche drängen wollten, ich versuchte sie aber zu unterdrücken.
Ich hatte Jay vermisst. Er war mein grosser Bruder, der von heute auf Morgen plötzlich weg war, ohne zu erklären warum, ging er fort.
Jay ging nun voran in den Club, ich lief hinter ihm und Izzy lief neben mir. Nach wenigen schritten spürte ich, wie sich etwas grosses an meinen Po haftete. Ein Schock durchfuhr mich, ich versuchte mich zu beherrschen doch es gelang nicht. Ich wusste, was es war, denn Izzy hatte keine so grossen Hände.
Ruckartig drehte ich mich um und gab ihm einen heftigen Tritt in die Magengegend. Er fiel leicht nach hinten und fing an zu wanken. Einige Sekunden konnte er sich auf den Beinen halten, dann fiel er um.
Ich musste unwillkürlich grinsen doch als ich ihm wieder in die Augen sah, verfinsterte sich meine Miene wieder.
„Fass mich nicht an!!“, zischte ich ihm aggressiv entgegen. Izzy dagegen fing an zu lachen. Ich drehte mich zu ihm um und betrachtete ihn kritisch. Ich fragte mich, was es da zu Lachen gab.
„Die Frau hat echt Feuer unterm Hintern!“, gab er nun von sich und versuchte sich wieder einzukriegen, während er mich dabei ansah. Ich erwiderte es mit einem leichten Lächeln und sah dieses Mal davon ab, ihn dafür zu strafen.
Jay hatte in dem Augenblick gemerkt, dass etwas vorgefallen war. Geschockt drehte er sich um und sah mich ernst an. „Fay! Was soll das?“, fragend sah er mich nun an.  Izzy war es aber, der ihm antwortete, ehe ich überhaupt dazu kam. „Er hat sie betatscht!“
„Niemand, fasst mich an!“, wütend starrte ich Jay an. Er betrachtete mich eine Weile und nickte dann. „Ganz meine Schwester!“, leicht klopfte mit freundschaftlich auf die Schultern und setzte dann seinen Weg fort. Bevor ich Jay folgte, drehte ich mich nochmal um und sah den Security Typ verächtlich an.
„Ihr solltet euch besseres Personal und bessere Securitys besorgen!“, richtete ich jedoch das Wort an Jay der mir zustimmend nickte. Wir gingen voran und Izzy konnte es einfach nicht lassen. Schon wieder klebte seine Hand an meinem Po. Ich drehte mich zu ihm um und sah ihn mit einem zornigen Blick an. „Wow, wow, wow! Ganz ruhig Baby, ja?“, er grinste mich an, hob jedoch abwehrend seine Hände, um sich sicherheitshalber zu schützen. Ich versuchte mir vorzunehmen, ihn einfach zu ignorieren.
Während Jay wieder an die Arbeit ging, setzte ich mich an die Bar, wo mich die anderen freundlich begrüssten. Richie strahlte übers ganze Gesicht. „Da bist du ja! Ich dachte schon du kommst nicht!“
„Ja kleiner, da bin ich.“, lächelte ich ihn freundschaftlich an. Es war crazy zu sehen, wie man sich so darüber freuen konnte, ich wollte ihm jedoch seine Freude nicht nehmen. Kurz darauf, trat wieder Izzy in mein Blickfeld. „Na Jamie.“, nickte er mir nun zu. Hatte er gerade Jamie gesagt? „Und ich dachte schon mein Name wäre, Baby.“, ich schüttelte den Kopf und sah ihn nun grinsend an. Er sah mich daraufhin gespielt, geschockt an: „Scheisse, du kannst ja Lachen!!“
„Ja, das kann ich!“, erwiderte ich und verdrehte die Augen. „Na was darfs denn sein, Süsse?“, fragte er mich nun lächelnd. Ich fing an zu studieren, ich hatte nicht gerade viel Geld. „Schätzchen, das geht aufs Haus.“, zwinkerte er mir zu, als ob er meine Gedanken gelesen hätte. Er hatte seinen linken Arm auf der Theke abgestützt und grinste mich an. Ich hatte keinen blassen, was ich trinken sollte, sagte darum Izzy er solle geben, was immer er wolle. Er schien doch ganz oke zu sein. Ich wollte trotzdem noch ein bisschen Sicherheitsabstand zu ihm bewahren. Seine Art war mir immer noch nicht so ganz geheuer. Er stellte mir ein kleines Gläschen vor die Nase, mit einem braunen etwas drin, und lehnte seinen Arm wieder auf der Theke, so, dass er mir näher war. „Was ist das?“, kritisch betrachtete ich abwechselnd das Glas und dann Izzy.
 „Jägermeister.“, er fing an zu lächeln und sah mir tief in die Augen. Ich trank davon, und sah im Augenwinkel, wie die Mädels am anderen Ende der Bar, mich schon die ganze Zeit verächtlich anstarrten, und abwechselnd zu Izzy. „Solltest du dich nicht besser um diese Schnepfen dort kümmern?“, fragend blickte ich ihn an und nickte zu den blonden, Barbie ähnlichen Frauen am anderen Ende der Bar, die ihn ständig anglotzten. „Die scheinen mehr Interesse an dir zu haben, als ich. Die hättest du eins, zwei flach.“ Er sah kurz zu ihnen hinüber und dann sah er mir wieder fest in die Augen. „Nein.“, kam es nur knapp von ihm und schüttelte den Kopf.
„Was nein?“, irritiert blickte ich ihn an, da ich nicht ganz verstand, was er damit meinte. „Ich steh nicht so auf Püppchen.“, er sah noch mal hinüber und verzog dabei verächtlich sein Gesicht. „Nein, das macht keinen Spass.“, meinte er dann daraufhin. „Weißt du, ich steh auf dein Temperament, Baby!“, grinste er nun und kam dabei meinem Gesicht verdächtig nahe.
„Könntest du das bitte lassen?“, genervt sah ich ihn an. „Was denn?“, fragte er mich grinsend, als ob er nicht wüsste, wovon ich redete. „Du weißt schon was ich meine. Verzieh dein Gesicht aus meinem Blickfeld, Bastard!“  Es kam prompt ein: „Geht klar, Süsse!“, von seinen Lippen. Ich dachte schon, ich wäre ihn endlich los, da es einige Minuten den Anschein hatte, er würde sich wirklich verziehen. Doch ich hatte mich mal wieder getäuscht.
Er fasste mich sanft am Kinn und zog mich zu sich heran. Er blickte mir tief in die Augen und ich konnte ein Funkeln darin erkennen. Und kurze Sekunden später, spürte ich seine Lippen auf den meinen, und wie er mir einen innigen Zungenkuss verpasste.
Fassungslos sah ich ihn an. Verdammt was soll das? Er sah mich nur grinsend an und verschwand dann wieder. Geschockt sah ich ihn die Runde, Mikel lachte bloss und meinte: „Typisch Izzy!“
 „Sag mal, hat der ne Schraube locker?“, fragte ich nun zu Richie gewandt. „Izzy? Das fragst du noch?“, er fing an zu lachen und wendete sich dann wieder seiner Arbeit zu.
Plötzlich tippte mir so ein Püppchen auf die Schultern und ich drehte mich um. „Lass deine Drecksfinger von dem Typen, oder ich mach dich kalt!“, ziemlich gehässig sah sie mich an. Sie schien nicht gerade bester Laune zu sein.
Ich stand auf und schubste sie kurz von mir weg. Binnen Sekunden hatte ich mein Butterfly vor mir und hob ihr Kinn mit dem Messer in die Höhe. „Beweg deine fette, hässliche Visage aus meiner Bar, oder ICH mache DICH kalt, verstanden!?“
Sie sah mich nur geschockt und an und stotterte herum. „Ich fragte, ob du mich verstanden hast!?“, wiederholte ich nun meine Frage von vorhin. „Ja, k, … klar.“, stotterte sie und drehte sich auf dem Absatz um und verschwand mit ihren Kolleginnen aus dem Club.
Plötzlich stand Jay neben mir und sah mich scannend an. „Sag mal, Kleine, ….“, immer noch sah er mich prüfend an, doch nun lag eine Spur von Neugierde in seinen Augen. Er sah dabei mein Butterfly genau an, dass ich immer noch in den Händen hielt. Ich klappte es wieder zusammen und steckte es in meinen Schuh zurück. Jay hatte mich dabei jedoch keine Sekunde aus den Augen gelassen. Toll. Jetzt bekam ich gleich einen Anschiss.
„Bedrohst du hier etwa meine Kundschaft?“, er sah mich verärgert an. „Na hör mal, sie wollte mich kalt machen! Sie hat mich angepöbelt, ich soll aus Izzys Nähe verschwinden. Dabei ist er es doch, der mir auf die Pelle rückt. Er soll es lassen! Ich hasse Frauen! Und ihn hasse ich auch!“ Ich wartete nicht auf eine Antwort sondern machte kehrt und suchte nach einer Toilette. Das war ja toll. Kaum ist man hier, schon kriegt man wieder Probleme. Irgendwann würde ich Izzy dafür noch den Kopf umdrehen! Ständig versuchte er mich anzumachen, und dabei kriegte ich noch von den Weibern eins aufn Deckel! In der Toilette angekommen, liess ich erstmal kaltes Wasser über meine Hände und mein Gesicht laufen, in der Hoffnung dass es meine Laune ein bisschen abkühlen würde. Was aber leider nicht der Fall war. Izzy brachte mich zum rasen.  Aber doch hatte er irgendwas, was mich anzog. Ich konnte jedoch nicht genau sagen, was es war. Ich wollte gerade wieder in den Club, und wollte um die Ecke biegen, doch dann hörte ich zwei Stimmen. Die eine war von Jay die andere gehörte Izzy. Zur Sicherheit blieb ich stehen und lauschte dem Gespräch.
„Also was ist?“, konnte ich von Izzy hören. Jay antwortete ihm darauf: „Ich hab das von dir und Jamie mitbekommen.“
„Ach so das,“, begann Izzy nun wieder und ich konnte mal wieder sein Grinsen spüren. Er klang jedoch schlagartig ein wenig betrübt. „Da läuft nichts, …“ Jay begann nun, in einem beruhigenden Ton weiterzufahren. Er schien ihm erklären zu wollen, dass er mich nur noch rasender macht, mit seinem Benehmen. „Du magst sie, nicht wahr?, konnte ich nun seine fragende Stimme hören.
Was war dass denn für eine Frage? Das würde mir kein bisschen weiterhelfen. Doch ich versuchte, mich zu beruhigen und dem Gespräch zu folgen. Izzy begann nun nochmal und ich konnte ein: „She’s Hot!“, von ihm hören doch ihre Schritte entfernten sich.
Verdammt, jetzt hatte ich nicht alles mitbekommen. Ich begann langsam an der Wand herunterzufahren und setzte mich hin. Was hatte ich da nun schon wieder angestellt? Kapierte der Kerl denn nicht, dass ich nichts von ihm wollte? Es schien ihn gar nicht zu interessieren. Sondern nur noch mehr anzuturnen. Toll. Er klebt wie eine Klette an mir, und ich sah schwarz, wenn ich daran dachte, wie ich ihn loskriegen könnte. Ich entschied mich später darüber nachzudenken und wieder an die Bar zu gehen, um meinen Drink hinunterzukippen. Doch ich schien Männer heute anzuziehen, wie das Licht die Mücken. Ein grosser Typ stand neben mir, mit einem komischen Bart im Gesicht. Er musste wohl italienischer Abstammung sein. Sein schwarzes Haar war ekelhaft nach hinten gegellt. Widerwärtig starrte ich ihn an. Er hatte einen Arm um meine Schulter gelegt, und lächelte mich schief von der Seite an.
Gott, noch fünf Minuten länger und ich kotz gleich. Mit seiner schmierigen Stimme versuchte er, mich anzumachen. „Na, Baby, wie wär’s mit uns zwei?“, zwinkerte mir nun zu, aber sein ekelhaftes Grinsen verlor er nicht. Ich überlegte, was ich nun tun sollte, sollte ich ihn anschreien, oder ihm doch lieber eine Ohrfeige verpassen? Ich entschied mich für Letzteres und kurz darauf schallte es durch den Raum. Er sah mich aggressiv an und wollte schon auf mich einprügeln, doch ehe er etwas tun konnte, sprang Izzy elegant über die Theke und riss mich vom Stuhl. So, dass nun die Faust von dem Typen ins Leere schlug und uns verdutzt ansah. Izzy musste uns beobachtet haben. Und das erste Mal, war ich froh, Izzy in meiner Nähe zu haben. Ich realisierte gar nicht, dass ich mich richtig an ihn klammerte und mein Kopf an seiner Brust gelehnt war. Er strich sanft über meinem Kopf und meinem Rücken hinunter.  „Das ist mein Baby, und jetzt verschwinde, oder ich ruf die Bullen. Oder soll ich lieber, Jay sagen?“, begann er ihn nun runterzumachen. Doch der Namen Jay, schien bei jedem eine angsterfüllte Wirkung zeigen. Er verschwand spurlos. Erst jetzt realisierte ich, was überhaupt los war und löste mich aus Izzys Umarmung. Ich hätte nicht erwartet, dass Izzy mich beschützen würde. Niemand tat es, ich war bis jetzt immer auf mich allein gestellt. Musternd sah ich ihn an. Nun war ich wohl an der Reihe, mich zu bedanken.
Ich wusste, dass ich es bereuen würde, doch ich zwang ein liebevolles: „Danke.“, durch meine Lippen und sah in immer noch fragend an. „Warum hast du das getan?“, wollte ich nun genauer wissen. Er sah mich an, doch nicht so wie immer. Er hatte ein komisches, Glitzern in seinen Augen und er strahlte Liebe aus, wie ich es bei ihm noch nie gesehen hatte.
„Ich sagte ja schon, du bist mein Baby!“, izzy hatte seine normale Haltung wieder eingenommen und das glitzern und die Liebe war verschwunden. Doch er hatte eine extra Betonung auf das Wort, mein, gelegt.
Von wegen, sein Baby. Ich gehörte niemandem, schon gar nicht ihm!
Einige Sekunden grinste er mich wieder an, ehe er dann wieder hinter die Theke verschwand. Ich stand etwas verdutzt da und wusste nicht, wie es um mich geschah. Ich würde wohl nie schlau aus ihm werde.
Aber was war nur los mit mir? Ich regte mich schon wieder über ihn auf. Er machte mich noch verrückt, wenn ich es denn, noch nicht war.


*Zur Info, ein Butterfly ist eine Art Klappmesser.

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Kapitel 4

Izzy hing an mir wie ein kleiner, elender Dackel. Ich versuchte mir gerade, was Essbares zusammenzukratzen. Was aber reichlich schwerer war, als gedacht, weil erst wieder eingekauft werden sollte, und Izzy mich beobachtete. Ich hasste es, wenn er das Tat, es war bereits wieder Freitag und so ging das jeden Tag, seit dem Abend im Hot4In. Izzy konnte es einfach nicht lassen und begreifen. Total hartnäckig. Als ob er von mir besessen wäre. Was für ein komischer Kauz.
Jegliche versuche mich zu küssen hatte ich abgewehrt, er hatte es aber trotzdem immer mal wieder geschafft. Izzy schien sich von nichts und niemanden aufhalten zu lasse. Manchmal fragte ich mich, ob er ein Kind war. Er begriff nicht, was ich ihm erklären wollte, und deutete es total falsch.
Jay war bereits Arbeiten auch die anderen, ausser Izzy. Aus einem für mich unerklärlichen Grund, hatte Izzy heute frei. Mir blieb also nichts anderes übrig als mir mit Izzy die Zeit um die Ohren zu schlagen. Wobei ich mir eher die Zeit mit Alkohol totschlagen würde, als mit Izzy.  Ich müsste ihn nur noch loswerden. Aber wie brachte man jemanden davon ab, wie eine Klette an einem zu hängen? Plötzlich zog mich Izzy zu sich herum. „Na Süsse, heute sind wir ganz alleine!“, grinste er mich an. Na toll. Es schien ihm sogar noch zu gefallen. „Ja, leider!“, giftete ich zurück. Er grinste jedoch nur weiter. „Ach komm schon Baby, ich weis genau, dass du dich auch freust.“
Hatte er sie noch alle?  „Könntest du mich bitte loslassen?“ Ich hatte es satt, dass er mich die ganze Zeit festhielt. Ich musste ihn so ansehen, ich wollte es aber nicht. Seine Augen brachten mich vom Vorhaben ab, ihn zu hassen.
„In Wahrheit, findest du mich doch abartig geil!“, flüsterte er mir jetzt ins Ohr, und dabei konnte er es einfach nicht lassen, mit seiner Hand über meinen Arsch zu fahren. „Spinnst du völlig?“, ziemlich verdutzt sah ich ihn nun an. Er grinste natürlich weiter. „Wohl eher abartig, blöd! Und jetzt lass mich los.“, forderte ich ihn auf. Ich rechnete jedoch nicht damit, dass er mich wirklich loslassen würde. Doch er sah mir noch ein paar Sekunden tief in die Augen, lies mich dann aber doch los. Es fing schon an dunkel zu werden, wenn ich also noch raus wollte, würde ich mich beeilen müssen.
Nachdem Izzy ins Wohnzimmer gegangen war, hatte ich meine Tasche geschnappt, und war aus dem Haus verschwunden. Und zur Zeit lief ich mal wieder mit Bier durch den Beach. Hier war im Moment niemand, und hier war ich alleine. Naja war ja auch bewölkt, wenn es heute nicht mehr regnen würde, wäre das ein Wunder. Ich versuchte mit Hilfe von ein paar Bier, abzuschalten, doch Izzy verdrehte mir immer mehr und mehr den Kopf, ob ich wollte oder nicht. Er hatte einfach so eine Art. Auf eine Art und Weise konnte ich ihn nicht ausstehen, doch irgendwas an ihm, zog mich einfach an. Und das war es, was ich nicht wollte. Ich hatte mir striktes Liebeverbot erteilt.
Jay war damals von einem auf den anderen Tag weg. Hatte mir keine Erklärung gegeben. Danach war ich auf mich allein gestellt. Irgendwann wurde ich einfach immer aggressiver. Was wohl auch an Jay lag.
Und durch mehrere misslungene Beziehungen, hatte ich mir vorgenommen, nie mehr damit anzufangen. Einige nennten mich naiv, aber was solls. Bis jetzt hatte es ganz schön gut geklappt. Und auch ein Izzy würde daran nichts ändern. Naja wennschon lebte ich im Glauben daran. Ich lief eine ganze lange Zeit durch den Strand. Und wie so jedes Mal, stellte ich dabei immer ganz schön viel scheisse an. Ich fing an zu demolieren, die Strassen sahen danach wie ein ganzer Müllhaufen aus.
Irgendwann hatte mich natürlich die Polizei aufgegriffen, und wollte mich auch noch nach Hause fahren. Wennschon war Jay nicht zu Hause, und wenn ich glück hatte, auch Izzy nicht. Doch ich hatte mich getäuscht. Die Polizei hatte geklingelt, und Izzy riss die Tür auf, mit grossen Augen starrte er mich an. Er konnte sich ein Grinsen einfach nicht verkneifen.
 „Was ist los?“, fragte er den Polizisten, sichtlich amüsiert. „Gehört diese junge Dame zu ihnen?“, fragend sah der stämmige Polizist ihn an, der immer noch meinen Arm festhielt. Was langsam ganz schön schmerzte. Doch das schien niemanden zu interessieren. „Nimm deine verdammten Griffel von mir weg!“, fauchte ich ihn an, ohne auf seinen doofen Gesichtsausdruck zu achten. „Ganz ruhig Lady, sie haben schon eine Busse, wollen sie noch eine?“, kam es jedoch prompt von ihm. Verdammt. Ich hatte mal wieder Mist gebaut.
„Ja diese Lady gehört zu mir!“, grinste Izzy nun, wobei er das mir, mal wieder betonen musste. „Sie hat die ganze Strasse auf den Kopf gestellt!“, beschwerte sich nun der Cop.
Ja, das hatte ich wohl getan. Das war einfach meine Art. In Dawson war das fast alltäglich und mit der Zeit hatte es niemanden mehr gekümmert. Doch hier schien das irgendwie anders abzulaufen. Izzy zog mich in der Wohnung und ich stellte mich an die Wand. „Einen Moment!“, befahlt er plötzlich dem Polizisten, während ich die Wand hinunterrutschte, um mich auf den Boden zu legen, ging er dann ins Wohnzimmer und hatte sein Portemonnaie bei sich, als er wieder kam.
Was hatte er denn jetzt wieder vor? Er wollte die Busse bezahlen, schoss es mir durch den Kopf. Das konnte er nicht in allem ernst tun? Doch er hatte es aber wirklich getan, daraufhin verlies der Cop wieder die Wohnung. Izzy starrte mich von oben herab ab an, und grinste. „Lass das Grinsen, du Idiot!“, versuchte ich ihm klar zu machen, dass mir sein verdammtes Grinsen auf den Wecker ging. Doch er ignorierte wohl einfach meinen Befehl. Er kniete sich zu mir hinunter und sah mich wieder mit seinem liebevollen Blick an. Ich hasste diesen Blick, er bewegte mich dazu, ihn anzusehen, und den Hass auf ihn zu vergessen, was ich nicht wollte. Plötzlich spürte ich seien Hand unter mir, und ehe ich es realisieren konnte, hatte er mich hochgehoben, und steuerte direkt aufs Wohnzimmer zu. Dort legte er mich aufs Sofa ab, und kniete wieder vor mich hin. Er sah mich wieder mit dem gleichen Blick an, wie vorhin und lächelte. Ich hatte das Gefühl, in meinem Kopf würde sich alles drehen, und sein Blick liess die ganze Sache noch schlimmer werden. „Warum stellst du immer solchen Mist an?“, verständnislos sah er mich an.  Ich hatte keine Ahnung, was ich darauf antworten sollte. Was hatte er sich denn gedacht, warum ich es getan hatte?  
„Baby, Baby, Baby.“, wiederholte er nun immer wieder und schüttelte grinsend den Kopf. „Hör auf damit, ich heiss nicht Baby!“, fing ich nun wieder an, ihn anzufauchen. Ich konnte das einfach nicht ausstehen. Schliesslich besass ich einen richtigen Namen, und ein Baby war ich schon gar nicht. Izzy jedoch schien es zu gefallen, wenn ich mich aufregte. Das dachte ich mir zumindest, denn diesen Eindruck machte er auf mich.
„Warum hast du das getan?“, fragend sah ich ihn nun an. Ich wollte herausfinden, warum er die Busse bezahlt hatte. Doch Izzy blickte mich an, als ob ich in einer fremden Sprache gesprochen hätte. „Was denn?“
„Die Busse, du Arsch!“, keifte ich ihn an. Ich konnte es nicht leiden, wenn er immer solche Fragen stellte. Es war doch offensichtlich, was ich gemeint hatte?
 Izzy fing an zu lächeln. „Hör mal Kleine, wenn Jay die Busse gesehen hätte, würde er dich glatt umbringen. Du solltest hier keinen Ärger machen. Ausserdem würde er mir den Hals umdrehen, wenn er davon erfährt. Ich sollte auf dich aufpassen, stattdessen säufst du und stellst Unsinn an!“, er hörte sich nun schon fast so an, wie Jay.
„Das kann dir doch egal sein!“, ich verstand nicht, wieso er sich solche Sorgen machte. Schliesslich war er weder ein Teil meiner Familie, noch sonst was. Izzy aber schüttelte den Kopf: „Ist es mir aber nicht!“, gab er nun mit einem ernsten Gesichtsausdruck von sich. „Verstehst du denn nichts, Baby?“, immer noch hatte er denselben Blick drauf, doch ich verstand nicht, was er nun schon wieder meinte. Also schüttelte ich ahnungslos den Kopf.
 „Schwer von begriff, was?“, grinste er nun plötzlich wieder. Er setzte sich plötzlich zu mir aufs Sofa, und näherte sich meinem Gesicht. Ich hasste es, wenn er das tat. Ich versuchte, ihn von mir stossen, doch Izzy drückte meine Arme neben mich ins Sofa, und fing an mich zu Küssen.
Da war es wieder, dieses Gefühl. Er fing wirklich langsam an, mir den Kopf zu verdrehen. Ich wusste nicht warum, aber ich hörte, auf mich gegen ihn zu wehren, weil es sowieso keinen Sinn machte, sich gegen Izzy zu wehren. Izzy liess meine Hände los, und führte seine Hände unter mein Shirt, was bei mir ein unglaubliches Kribbeln hervor rief. Ich fing an, ihn zu umarmen und meine Hände in sein Shirt zu krallen. Ich musste mich festhalten, da ich das Gefühl hatte alles würde Beben. Ich war mir dabei sicher, das was diesmal aber Izzys Schuld, und nicht die, des Alkohols.
Izzy brachte mich total durcheinander.  Eigentlich wollte ich das gar nicht, doch Izzy schaffte es, mich schwach werden zulassen.
Irgendwann lies er wieder von mir ab und sah mich lächelnd an. Ich wusste immer noch nicht, was er damit meinte. Entweder er drückte sich nicht klar genug aus. Oder ich stand einfach auf der Leitung. Plötzlich stand er  auf, und holte sich seine Jacke und Autoschlüssel. Was hatte er denn jetzt schon wieder vor? Wurde er von einer Tarantel gestochen?
Ich würde wohl nie schlau aus ihm werden, entweder er wollte mich aufessen, oder er wechselte von einer Sekunde auf die andere, sein Interesse oder das Thema.  „Steh auf Süsse, ich hab keine Lust den ganzen Abend hier rum zugammeln, wir fahren ins Hot4In.“
Ich verdrehte genervt meine Augen, holte jedoch meine Tasche und Jacke, danach fuhren wir ins Hot4In. Auf dem Weg dort hin erklärte mir Izzy, ich sollte im Bezug auf das, was heute passiert war, die Klappe halten. Ich wusste jedoch nicht, was von beidem er meinte. Die Bullen, oder er selbst. Doch ich beschloss, einfach gar nichts zu sagen. Das wäre wohl das beste für mich.
Ich gewann langsam aber sicher meine Fassung wieder. Ich wusste aber nicht mehr so recht, wie ich mich verhalten sollte. Ich fing an, meinen Hass auf ihn in Frage zu stellen. Er sah ziemlich gut aus, und auch sein Body liess nicht zu wünschen übrig. Doch seine Art machte mich immer wieder rasend. Diesmal hielt Izzy am Hinterhof, und so gingen wir beim Hintereingang rein. Ich hoffte, dass dieser Abend besser verlaufen würde, als der letzte. Auf nochmal so viele blöde Anmachen, hatte ich keine Lust, auch nicht auf Weiber. Doch zu meinem Glück, sah ich weit und breit keine Barbiekopien, was mich erleichterte. Izzy zog mich an die Bar und wir setzen uns. Als Jay uns erblickte, fing er an zu lächeln und richtete das Wort an Izzy. „Ich dachte du hättest heute keinen bock auf Hot4In Izz?“ Ich konnte sehen, wie Izzy mich nervös anblickte, oder täuschte ich mich da etwa? Er sah dann aber Jay fest in die Augen und meinte: „Ach, ich hab es mir doch anders überlegt, die Langweile zu Hause war bedrückend.“ Izzy bestellte uns dann zwei Drinks, die Richie uns brachte, mal wieder mit einem erfreuten lächeln im Gesicht. Manchmal fragte ich mich, warum er sich immer freute mich zu sehen, ich war schliesslich kein Engel oder sowas. Er schien mich wohl einfach zu mögen, tat ich es ab.
Wir hatten die letzten paar Tage, immer mal wieder zusammen im Wohnzimmer gesessen, und gequatscht. Er war mittlerweile schon so was wie ein guter Freund für mich geworden.  „Hey Jamie!“, begrüsste er mich mit einem freundlichen Lächeln, das ich erwiederte. „Hey Rich, na alles klar?“, mit einem fragenden Blick sah ich ihn nun an, und er nickte. „Ja klar und bei dir?“, kam er nun mit einer Gegenfrage. Doch ob bei mir alles klar war, war ich mir nicht so sicher. Doch ich beschloss, einfach zu nicken. „Jap, alles, … ok!“
Nachdem er uns noch einen tollen Abend gewünscht hatte, ging er auch wieder. Izzy aber ging nicht, er schien es heute Abend zu einer seiner Aufgabe zu machen, mich abzufüllen. Er gab mir einen Drink nach dem anderen. Und sein Grinsen wurde mit mal zu mal breiter, und mein Kopf immer beduselter.
„Hey Baby? Na noch fit?“, grinste er mich nach einer Weile wieder an, dabei legte er seinen Arm um mich, den ich skeptisch beäugte. Ich sah dann aber wieder Izzy mürrisch in die Augen. „Wie viel Mal soll ich dir eigentlich noch erklären, dass meine Name nicht Baby ist!?“, Izzy jedoch lachte nur. „Deine Versuche sind zwecklos, Baby!“, hauchte er mich an und legte eine gewisse Betonung auf Baby.  Seine andere Hand, die er noch frei hatte, legte er auf meinen Oberschenkel.
Na toll. Er war so stur wie ein Block, damit würde ich wohl nicht weiterkommen. Ich sah nun missachtend sah ich ihn an. Er blickte mich jedoch mit einem ziemlich schelmischen Grinsen an. Ich sah abwechselnd auf ihn und auf seine Hand. Sein Blick lag stehts auf mir und sein Grinsen verschwand nicht, als ob er auf etwas warten würde. „Was genau hast du vor Izz?", fragte ich ihn nun vorsichtig. Er gab jedoch keine Antwort von sich. „Hör auf damit Izz, du machst mir Angst!“, giftete ich ihn an, und wollte ein Stück weiter von ihm weg rutschen, doch mein Versuch war vergeblich. Er zog mich nur noch näher an ihn ran. Langsam aber sicher machte er mich ziemlich nervös, und ich konnte es noch nie ausstehen, wenn mich jemand nervös machte. Izzy schien das aber zu gefallen, und ich hatte das Gefühl, es war seine Absicht. Ich wollte jedoch gar nicht wissen, was seine weiteren Absichten waren. Er war wohl felsenfest davon überzeugt, mich eines Tages rumzukriegen. Izzy zog mich dann plötzlich vom Hocker, und schleifte mich mit zur Tanzfläche.
„Das ist jetzt aber nicht dein Ernst?“, überrascht von der Tatsache, sah ich ihn an. Er gab mir einen Klaps auf meinen Hintern und sagte dann: „Schwing deine Hüften, Süsse!“
Er fing an um mich herumzutanzen und blieb hinter mir stehen, mit kreisenden Bewegungen, schmiegte er seine Hüften eng an meine, und bewegte sie rauf und runter. Seine Hände liess er dabei auf meinen Hüften, was mich fast wahnsinnig machte, und irgendwann liess mich von ihm mitreissen, also spielte ich sein Spiel mit. Sein Grinsen wurde dabei noch breiter, und mich beschlich das Gefühl, dass das seine Absichten waren. Er wusste wohl, wenn ich genug intus hatte, würde ich mich nicht mehr so gegen ihn wehren, was nun auch der Fall war, denn ich liess mich nun einfach von meinen Gefühlen treiben, was ich sonst nicht tat. Irgendwann fing ich an mich zu ihm zu drehen, damit ich ihn ansehen konnte.
Ich dachte, wenn er mich wahnsinnig machen konnte, konnte ich das Gleiche bei ihm auch versuchen, um ihm zu zeigen, dass es sich mit mir nicht so einfach spielen liess. Ich hatte mir fest vorgenommen, ihm mal richtig den Kopf zu verdrehen. Ich lies meine Hände seine Brust hinunter fahren, lies meine Hüften kreisen, wobei meine Hände immer tiefer gingen und seine Lenden hinunter gelitten. Ich ging in die Knie, stets meine Hüften kreisend, und wiederholte das Spiel, aufwärts. Ich konnte sehen, wie es ihm gefiel, und er ein ziemlich fettes Grinsen auf dem Gesicht hatte. Ich sah ihn wohl genauso grinsend an und wiederholte dieses Spiel ein paar Mal. Bis Izzy mich an sich schmiegte und mit mir nach hinten verschwand, wo sich ein Gang, und das Treppenhaus befand. Sanft drückte er mich gegen die kahle Mauer, und sah mir tief in die Augen, dabei grinste er. Seinen Kopf legte er an meinen, damit meiner nun ebenso an der Wand lag.
Ich konnte seinen Atem auf meiner Haut spüren und seine Erregung, die in seiner Hose verborgen lag, und man nicht übersehen konnte. Plötzlich legte er wieder seine Lippen auf die Meinen, und fing mich wieder an, zu Küssen. Ich wollte mich zuerst dagegen wehren, liess es dann aber zu. Ich musste mir eingestehen, dass er ziemlich gut küssen konnte, er wusste, was er zu tun hatte. Ich versuchte ernsthaft nicht schwach zu werden, was nicht so einfach war. Er fuhr mit seinen Händen über meine Brust, und lies seine Hand tiefer sinken, bis er sie zwischen meinen Beinen stoppen liess und mir in den Schritt faste, was bei mir ein leichtes Stöhnen hervorrief.
Was er tat, das tat er gut, das musste man ihm lassen. Sanft stiess ich ihn von mir und drückte ihn gegen die Wand. Musternd blickte ich an ihm herunter. „Sag mal….“, fragend blickte ich ihn an, und machte eine kurze Pause im Satz, ehe ich weitersprach. Ich fasste ihn sanft am Kinn, um ihn anzusehen, und dass er mich ansah. „Hast du eine Waffe in deiner Hose, oder freust du dich so mich zu sehen??“, mein Grinsen wurde immer breiter, und ich sah, wie er ziemlich nervös und verlegen wurde, sein Grinsen aber dabei nicht verlor. Langsam ging ich weg von ihm, um wieder zurück in den Club zu gehen, dabei drehte ich mich noch mal um, und sah, wie er immer noch an der Wand lehnte und kaum atmen konnte. Ich grinste ihn frech an, und winkte ihm zu abschied zu. Nun hatte ich auch meinen spass gehabt, und das, was ich wollte, mal ihm den Kopf verdreht.
 
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Kapitel 5


Ich hatte in den nächsten Tagen meine Fassung schnell wieder erlangt. Doch meine Aktion hatte Folgen. Zumal Mikel uns immer komisch angrinste, und Izzy schien es noch mehr mut gemacht zu haben, nicht von mir ab zu lassen. Jay und die anderen hatten nicht viel davon mitbekommen, dachte ich auf jeden fall noch am Abend in dem Club, doch Jay schien genau gewusst zu haben, was abgelaufen war, hinderte Izzy aber nicht daran mich weiter an zu baggern. War ja auch klar, Jay und Izzy waren gute Freunde, warum sollte er seinen besten Freund davon abhalten? Ich wollte Izzy lediglich ein bisschen den Kopf verdrehen, doch ich wusste selbst nicht genau was mich zu dieser Aktion geritten hatte. Ich bekam langsam das Gefühl, dass es aussichtslos sei, sich gegen ihn zu wehren, oder gegen die Gefühle die immer noch in mir herschten. Doch ich konnte es ja wennschon versuchen. Ich lebte immer noch in dem Glauben, dass sie einfach so verschwinden. Doch wenn ich ehrlich zu mir selbst wäre, wüsste ich dass es nicht möglich war.
Wir waren gerade in der Küche am Tisch und frühstückten. Da wir ja erst gerade aufgestanden waren, obwohl es schon 1 Uhr war. Jay und Ich. Izzy war zu meinem Pech auch anwesend, die anderen 3. schienen schon weg zu sein. Da viel mir wieder ein, das ich Jay noch darauf ansprechen wollte, warum er am ersten Abend in dem Club nicht abnahm. „Sag mal Jay, warum bist du vor einer Woche nicht an dein Handy ran?“, er sah mich verdutzt an und ich konnte sehen wie Izzy seine Mine komisch verzog. Ich achtete jedoch nicht weiter auf ihn. „Du hast mich gar nicht Angerufen Jamie.“, er Blickte mich fragend an. „Doch hab ich! 3 mal und niemand ging ran!“, sprach ich nun verärgert. „Ich hatte keinen Anruf von dir auf meinem Handy Jamie!“, er kramte sein Handy hervor um es mir zu zeigen. Doch er sagte die Wahrheit. Aber wie konnte das nur möglich sein?!! Ich war nun echt angepisst. Plötzlich stand Izzy wie von der Tarantel gestochen auf um sich davon zu schleichen.
Jetzt wurde es mir klar. Izzy war es! Er musste wohl die Anrufe gelöscht haben. Mit grosser Absicht, dass ich im Club anrufen würde, damit er abnehmen konnte. „Izzy!“, zischte ich ihn wütend an. Er blieb abrupt stehen, ich wollte aufstehen um ihn mir zu greifen doch etwas hielt mich fest. Jay war aufgestanden und hatte mich festgehalten. Er sah mir tief in die Augen und schüttelte den Kopf. Verdammt warum tut er das? Ich musste mit ansehen, wie Izzy mich angrinste, und dann verschwand.
“Warum?!!“, ich sah Jay fragend an. „Lass ihn einfach.“, sagte er nur, mit jenem Blick, den ich nicht deuten konnte. „Du nimmst ihn auch noch in Schutz??“, ich war fassungslos. Hier sollte mal einer durchblicken. Warum liess er das zu? „Kapierst du es denn nicht?“, fragend sah er mich an. Doch ich verstand nicht so recht. „Was sollte ich den kapieren? Ich versteh nicht ganz, was du meinst?“, ich wurde langsam echt verzweifelt, was ich ihm auch versuchte klar zu machen. Ich hatte keine Ahnung, was er mir sagen wollte. Er schüttelte aber nur den Kopf und ging aus der Küche.
Na toll. Jetzt war ich hier allein in der Küche. Was wusste Jay, was ich nicht wusste?? Klar, Izzy war ein echt guter Freund von ihm, aber das gab ihm noch lange nicht das recht mich anzuschweigen! Verdammt.
Ich ass jedoch noch fertig, und räumte dann den Tisch ab. Anschliessend ging ich hoch in mein Zimmer, um mir meine Badesachen zu holen, da ich beschlossen hatte, zum Strand zu gehen, um ein bisschen Dampf abzulassen. Ausserdem war heute ein sonniger Tag, und das war wohl die beste Eigenschaft, die man dann tun konnte.
Ich hatte alles zusammengepackt und wollte ins Bad, um mir ein Tuch zu holen. Als ich jedoch aus meinem Zimmer kam, kam gerade Izzy aus dem Bad. Aprubt blieb ich stehen, mein Blick war auf ihn gerichtet, seiner lag ebenso auf mir. Er sah mich jedoch so an, dass ich nicht richtig deuten konnte, was er nun hatte. Und ehe ich wieder reagieren konnte, war er auch schon wieder in sein Zimmer verschwunden.  Ich nahm also noch ein Tuch aus dem Bad, dass ich in die Tasche steckte, somit war alles fertig.
Als ich unten ging, und meine Schuhe anzog, kam auch gleich Richie wieder zur Tür herein.
„Hey Jamie! Wo gehst du denn hin?“, er sah mich mit fragenden Augen an, und lächelte freundlich. „Ich wollte zum Strand.“, entgegnete ich ihm wahrheitsgemäss und stand auf.  War ja toll alleine am Strand, aber was sollte ich hier bei den anderen und bei Izzy? „Alleine?“, riss mich Richie aus den Gedanken. „Nun ja, …“, was war das denn für eine Frage? „Soll ich mit?“, fragte er erneut und ich nickte. „Wenn du Bock hast?“, hoffnungsvoll sah ich ihn an, da ich wirklich nicht Lust hatte, alleine am Strand herumzugammeln. „Klar! Ich bin in fünf Minuten wieder bei dir.“, grinste er mich an, und ging auch gleich nach oben. Ich wartete unten auf ihn, jedoch kamen mir die fünf Minuten, wie eine Ewigkeit vor. Als ich dann sein Gesicht erblickte, huschte jedoch wieder ein Lächeln auf mein Gesicht. Doch es erstarb schnell wieder, als ich das zweite Gesicht erblickte, und wohl auch der Übeltäter, der Schuld daran war, dass Richie solange gebraucht hatte. Izzy.
„Izzy kommt auch mit, ist doch ok, oder?“, fragte Richie nun, als ob er meine Unsicherheit gesehen hätte. Toll, was hatte ihn nur dabei geritten? Das musste einfach Izzys Werk sein. Eine andere Möglichkeit sah ich dabei nicht. Ich entgegnete Richie jedoch nur ein: „Ja, klar.“, ich wollte hier schliesslich nicht den ganzen Tag herum hängen, und auf alleine am Strand hatte ich keinen Bock, also zeigte ich keine Einwände.
Aber das konnte ja heiter werden. Am Strand mit Izzy. Wegen ihm wollte ich doch eigentlich weg. Das hatte nicht gerade viel gebracht. Aber eine andere Möglichkeit blieb mir wohl nicht übrig.
Also machten wir uns zu dritt auf den Weg zum Strand. Jedoch hielt ich an einem Lebensmittelladen an, worauf mich die anderen fragen ansahen. „Ich brauch was zum Saufen, Bier oder so.“, beantwortete ich ihre fragenden Gesichter, die mich anblickten. Richie und Izzy wechselten ein paar Blicke. „Er kommt auch schnell mit rein. Ich warte hier, aber beeilt euch.“, fing Richie an zu erklären und zeigte dabei auf Izzy. Ich nickte nur, ohne etwas dazu zu sagen. Was hätte ich schon tun können? So lange war ich auch nicht hier, dass ich  nun einen auf Ego oder so machen konnte. Und ich konnte unmöglich an den Strand sein, ohne etwas zu trinken, oder ein kühles Bier. Ausserdem kannte man die Situation doch, am Strand war alles teuerer, also warum dann nicht gleich in den Supermarkt?


Ich ging voran, und Izzy lief mir hinterher, er wechselte jedoch kein Wort mit mir. Was mir ein wenig ungewöhnlich vorkam, da er ja sonst immer etwas zu sagen hatte, einen Spruch, irgendwas, aber da kam nichts. Stattdessen packte er ein paar Sachen wie Bier, und Chips, ohne wirklich auf mich zu achten. Wenn ich es nicht besser gewusst hätte, hätte ich darauf getippt, dass er eingeschnappt war. Aber ich wollte mir nichts anmerken lassen.
Stattdessen nahm ich einige Bier aus dem Regal, natürlich gekühlte, und auch ein Wasser, und ging damit an die Kasse. Zu meinem Verwundern blieb Izzy wieder hinter mir stehen. Ich packte die Gelegenheit, um auch das Zeug von Izzy zu zahlen. Ich ignorierte dabei aber seine verwunderten Blicke, mit denen er mich ansah, und lief danach mit der Tasche einfach wieder auf dem Geschäft, wo Richie immer noch auf uns wartete.
Kaum kamen wir heraus, gingen wir auch schon weiter. Bis zum Strand hin, sagte niemand mehr was. Naja, ich sagte nichts mehr, nicht viel, um genauer zu sein, gar nichts. Richie und Izzy wechselten ein Paar Worte, ich hörte ihnen jedoch nicht zu. Denn ich überlegte mir ehe, wo ich mich umziehen sollte. Denn das Bikini hatte ich ja nicht drunter an.
Doch es dauerte auch nicht mehr so lange, bis wir am Strand ankamen. Die anderen zwei Jungs machten es sich bequem, während ich mein Tuch ausbreitete, und die Tasche mit den Getränken hinstellte. Ich nahm mein Bikini aus meiner anderen Tasche, die ich dabei hatte, und machte mich damit auf dem Weg zum Klo, was ich einige Sekunden später auch gefunden hatte. Zum Glück war es ein sauberes Klo. Ansonsten hätte ich noch Schiss kriegen müssen, dass ich beim draufsetzen vielleicht noch die Pest kriegen könnte. Das konnte immerhin auch mal passieren, man wusste ja nie genau, wie die Toiletten so aussah.
Als ich wieder zurückkehrte, besahen mich Richie und Izzy mit ziemlich grossen Augen und einem komischen Gesichtsausdruck. Doch ich konnte mir schon denken, woran das lag.
Ich hatte, wenn man das so nennen konnte, eine ziemliche weibliche Figur, ich war nicht zu dünn, und auch nicht zu dick, es war irgendwie, naja einfach perfekt. Zumindest in meinem Augen. Und nun wohl auch in denen von Izzy’s der es sich nicht nehmen konnte mich anzugrinsen.
Da war es wieder. Sein schreckliches Grinsen. Ich müsste es ihm irgendwann abgewöhnen. Aber würde ich das überhaupt schaffen? Wie sollte ich überhaupt die Tage hier überleben können, mit jemandem wie Izzy bei mir?
Doch ich wollte mich nicht länger um ihn kümmern und mir auch meine Laune von ihm nicht verderben lassen. Stattdessen legte ich meine Kleider hin und ging zum Strand. Das Ganze jedoch machte ich, während ich ein paar Räder schlug, zum Schluss hinzu kam noch ein Salto. Das Ganze sass perfekt. Sollte es auch. Ich hatte es in der Schule gelernt, das war wohl eines der einzigen Fächer, in denen ich echt spitze gewesen war.
Doch kaum kam ich wieder zum stehen, und hatte mit meinen Füssen auch schon das Wasser berührt, konnte ich einen grellen Pfiff hören.
Als ich meinen Kopf drehte, konnte ich auch erkennen, von wem er war. Niemand geringerem als Izzy, der mich schon wieder angrinste. Er schien irgendwie gefallen daran zu haben. Aber das war wohl bei ihm auch kein Wunder. Aber irgendwie zwang es mich dazu, ihn kurz anzulächeln, ehe ich mich wieder dem Wasser zuwendete.

Ich schwamm ein paar Längen und tauchte ein wenig, doch irgendwie war ich wohl nicht vorsichtig genug. Als ich auftauchte, konnte ich plötzlich Izzy vor mir sehen. Vor schock versuchte ich, etwas von ihm weg zu schwimmen. „Na du heisses Ding!“, grinste er mich breit an. Das war wieder typisch, was hätte ich auch anders erwarten sollen. „Ich bin kein Ding, ich bin eine Frau!“, schnauzte ich ihn ohne weiter darüber nachzudenken an.
Im nächsten Moment befand ich mich aber auch schon unter Wasser, in das mich Izzy gedrückt hatte. Als ich wieder auftauchte, war er auch schon wieder aus meinem Blickfeld verschwunden.


Wo war er denn jetzt schon wieder hin? Neben mir war Richie, der die ganze Sache wohl urisch komisch fand. Er lachte sich einen Schaden. Ich war so damit beschäftigt, mich zu fragen, was so lustig war, dass ich Izzy nicht bemerkte, der sich wieder hinter mich begab. In den nächsten Sekunden, spürte ich nur noch, wie ich unters Wasser gezogen wurde. Ich verfluchte mich selbst dafür.
Ich sah unter Wasser, Izzy vor mir, der mich mal wieder angrinste.  Das ganze Spiel schien ihm zu gefallen. Sogar unter Wasser konnte er es einfach nicht lassen zu grinsen. Wieder auf der Wasseroberfläche, versuchte ich es ihm heimzuzahlen. Ich konnte das doch nicht einfach auf mich sitzen lassen. Ich hasste solche Spielchen ungemein. Sie machten mich immer rasend vor Wut. Warum konnte er mich nicht einfach Jamie nennen, oder von mir aus Fay. Aber ich hasste es, wenn er mich Ding oder Baby nannte.
Ich versuchte ihn zu packen und hinunter zu drücken, doch ich war natürlich machtlos gegen ihn. Er hob mich an meinen Hüften an und packte mich auf seine Schultern, um mit mir aus dem Wasser zu gehen. „Verdammt! Lass mich runter du Idiot!!“, schrie ich ihn daraufhin wütend an. Doch es schien ihn nicht zu kümmern.
„Aus was für einem Grund, Baby?“ Ich hob meinen Kopf und stütze mich auf seinen Schultern ab, um ihn anzusehen, dabei kam ich nicht drum herum, sein Grinsen zu sehen. „lass das Baby, ich hab einen Namen!“, versuchte ich ihm nun wieder klar zu machen, dass ich das nicht ausstehen konnte.

„Klar und der ist Baby! Klar Baby?“, zwinkerte er mir zu und fing wieder an zu lächeln. Die versuche auf ihn einzuschlagen waren zwecklos. Hätte mir auch früher klar werden sollen.
Scheiss,e was hatte er denn nun wieder vor? Er marschierte geradewegs auf eine Alte verlotterte, Hütte zu die wohl als Abstellkammer dienen sollte. Er setzte mich ab, drückte mich an die Holzwand, und damit ich nicht weggehen konnte, drückte er sich zusätzlich noch gegen mich. Ich spürte dabei wie etwas hartes gegen mich stiess und ich wusste sofort was es war. Ich konnte seinen Atem spüren, der sich verschnellert hatte, auch sein Herz pochte wie wild unter seiner Brust. Die restlichen Wassertropfen auf seiner Haut, rannten seine Brust hinunter, die sich immer wieder hob und senkte. Alles in allem ein toller Anblick. Ich versuchte meinen Blick von ihm ab zu wenden, was reichlich schwer war, da er ja meine ganze sicht verdeckte. Ich sah ihn mit einer gehobenen Augenbraue an: „Sag mal, was soll das?“


Er antwortete jedoch nicht, sondern seine Hand begann meinen Bauch zu streicheln, und führ über meine Bauchnabel Piercing den man jetzt mit dem Bikini sehen konnte. „Ziemlich sexy!“, grinste er nun wieder. Ich spürte, wie mein Puls in die Höhe schlug. Ich konnte aber nicht sagen, ob es vor Wut, oder wegen Izzy selbst war. Er hob mein Kinn und sah mir lächelnd, tief in die Augen. „Also Baby.“, begann er. Ich verdrehte meine Augen, er würde wohl nie meinen richtigen Namen nennen. „Ja?“, sagte ich dann aber doch und sah ihn nun fragend an. „Siehst du, du heisst doch Baby!“, grinste er aber daraufhin wieder. Ich begann zu seufzen. Er würde es nie lernen.

Er lehnte den Kopf an die Wand, rechts neben mir, so dass er direkt neben meinem war. „Lass deine verdammte, arrogante, aggressive und sture Art, Schätzchen. Und hör auf ständig eine Mauer um dich zu bauen. Das nützt eh nichts!“, hauchte er mir ins Ohr, und gleichzeitig fuhr er mit einer Hand auf der Innenseite meines Oberschenkels rauf und runter. Mein Atem wurde langsam schneller, und ich wusste nicht, was er damit bezwecken wollte. Ich spürte eine leichte Erregung in mir hochkriechen, die mich fast zum Verzweifeln brachte. Und was sollte das denn jetzt? Es war eigentlich meine Aufgabe solche Sätze zu sagen. Ich drehte meinem Kopf, so dass ich ihn ansehen konnte. Ich sah sein verschmitztes Lächeln. „Hör auf damit.“ Eigentlich wollte ich ihn anfauchen. Doch alles, was ich konnte, war ihn anzuflüstern. „Womit denn?“, fragte er mich nun grinsend und machte immer noch das gleiche Spiel mit seiner Hand. „Deine Hand, lass es! Du bringst mich, …“, meine Stimme versagte für einen Moment. „Zu was bring ich dich den?“, grinste er mich an. Er wusste genau, was ich meinte, ich versuchte jedoch erneut Luft zu holen und fuhr dann fort, „... aus meiner Fassung!“, wenn er damit nicht aufhören würde dann, … doch Izzy liess mir keine Zeit zum Denken. Er fing an zu grinsen: „Das ist ja auch meine Absicht, Baby.“, hauchte er mir nun in mein Ohr. Ich spürte wie mein Herz wild pulsierte, wusste aber nicht, ob es vor Aufregung oder Erregung war. Er brachte mich mit nur wenigen Kleinigkeiten aus der Fassung. Und ich spürte diese komischen Gefühle. Gefühle, die ich nicht wollte. Eigentlich wollte ich ihn doch hassen? Er krempelte meine ganze Gefühlswelt um. Ich spürte seinen Atem, auf meinem Hals und wie er ihn begann zu küssen. Es fühlte sich toll an. Doch woran dachte ich denn nun schon wieder? Ich wollte, dass er aufhörte. Doch meine andere Seite dachte nicht ans Aufhören. Ich schloss meine Augen und spürte wie er begann an meinem Ohrläppchen zu knabbern, und dann wieder begann meinen Hals zu küssen, dann mein Dekoltè und küsste meine andere Seite vom Hals. Ich spürte seinen Blick auf mir und öffnete meine Augen. Ich sah, wie seine warmen Augen die meinen ansahen, und sein verschmitztes Lächeln. „Hör auf dich zu wehren Fay!“ Sagte er mit leichtem Druck in seiner Stimme, flüsterte jedoch. „Ich tu doch gar nichts!“, versuchte ich ihn zu täuschen, was jedoch nicht viel brachte. Er musste wohl davon wissen, dass ich mich gegen die Gefühle wehre. „Ich weiss genau, was in dir vorgeht Fay! Die eine Seite hasst mich, ...“, er begann zu stoppen und drehte nun denn Kopf wieder auf die rechte Seite, wo er anfangs war.  „Und diese Seite, ... liebt mich!“, hauchte er mir nun wieder ins Ohr und knabberte zusätzlich am Ohrläppchen. Ich blieb starr, vor schreck. Verdammt. Ich fragte mich langsam, woher er soviel von mir wusste. Er konnte mit nur einen Blick in meine Augen erkennen, wie ich mich fühlte, was in mir vorging, und dafür wollte ich ihn eigentlich hassen, doch ich konnte keinen Hass mehr gegen ihn empfinden. Ich drehte meinen Kopf um ihn anzusehen, und ich konnte seinen liebevollen Blick sehen. Sein Glitzern in den Augen verriet mir, dass ich für ihn mehr, als nur ein Spiel war. Er nahm mein Kinn, senkte seinen Kopf, und seine Lippen umschlossen meine. Er begann, mich wieder zu küssen. Ich wollte ihn von mir stossen, doch Izzy schien mir alle Kraft geraubt zu haben. Meine Kraft ihn anzuschreien oder sonst was. Er hatte mich dazu gebracht einfach ruhig zu sein, und ihn zu genießen. Dabei wollte ich so etwas nie wieder tun. Ich wollte niemanden mehr lieben. Schon gar nicht Izzy. Doch diese Gedanken verflüchtigten sich sofort wieder. Stattdessen genoss ich, wie seine Zunge mit der meiner spielte und er zart, mit seiner Hand an meinen Körper herunter fuhr. Er umfasste meine Hände und legte sie auf seine Schultern, und fasste mich dann an meinen Hüten um mich fest zu halten. Es schien als wolle er gar nicht mehr damit auf hören mich zu küssen, mir meinen Atem und Stärke zu rauben. Alles was ich mir so schön aufgebaut hatte, schien er mir nehmen zu wollen. Ich fühlte mich an, als ob ich schmelzen würde, schmelzen in seinen Armen. Er fuhr meinen Bauch hinunter und strich mir sanft über meine südlicheren Regionen, was mir ein leises Stöhnen entlockte. Er lies von mir ab und sah mich liebevoll an, gab mir noch einen Kuss auf meinen Hals und ging dann davon. Ich sank zu Boden, und sah zu wie Izzy davon ging und mich einfach nur siegessicher angrinste.
Meine Gedanken liefen auf Hochtouren. Ich dachte er würde sich endlich zufrieden geben, stattdessen, macht er mich noch mehr an als am Anfang. Und dann haut er einfach ab. Er schien genau zu wissen, was er tun musste. Doch warum tat er das? Ich konnte immer noch diese Gefühle spüren. Ich wollte sie verdrängen, doch es klappte nicht. Ich sah, wie Richie auf mich zukam, verwundert sah er mich an. „Alles in Ordnung mit dir?“, fragte er mich besorgt. Er musste mich wohl beobachtet haben. Ich hoffte inständig, dass er nicht merkte oder wusste, was vor sich ging. „Alles in Ordnung, ich bin gleich wieder bei euch.“, versuchte ich ihn zu beruhigen. Er sah mich komisch an und bemerkte meinen schnellen Atem. Stellte jedoch keine weiteren Fragen. Dafür war ich ihm dankbar. Ich hätte keine Ahnung wie ich ihm das, mit der Erregung erklärt hätte. Zumal Izzy sich einen Spass daraus macht meine Gefühle aus den Reserven zu locken. Ich versuchte mich zusammenzureisen und meine Fassung wieder zu gewinnen, doch es gelang mir nicht. Izzy hatte es tatsächlich geschafft, meine so genannte Mauer zum einstürzen zu bringen. Aber woher wusste er davon? War ich so leicht durchschaubar? Ich wollte hier sitzen bleiben, doch mir blieb wohl nichts anderes übrig, als zu ihnen zu gehen. Langsam ging ich wieder zu ihnen hinüber und sah, wie Izzy mich schon von weitem breit grinsend ansah. Er hatte ja allen Grund dazu. Ich konnte ihm nicht mal mehr in die Augen schauen, aus Angst. Es war sonst nicht meine Art, doch er brachte mich zur Verlegenheit. „Dir geht es wirklich gut, Jamie?“, fragte mich Richie immer noch beunruhigt, während ich mich setzte. Es beruhigte mich zu wissen, dass er keinen blassen zu haben schien. Izzy klopfte ihm auf die Schulter und grinste breit: „Keine angst Kleiner, ihr geht es blendend.“ Das schien Richie jedoch nicht zu glauben. „Du bist dir da sicher, ja? Und was ist mit ihrem Atem?“, fragte er nochmal nach. „Glaub mir Richie, sie hat sich noch nie besser gefühlt!“, versicherte ihm Izzy, den Blick jedoch auf mich gerichtet, mit einem breiten Grinsen. Sein Blick machte mich nur noch nervöser als sonst, und ich wusste nicht mal mehr ob ich ihn nun hassen sollte oder nicht. Ich schnappte mir ein Bier und eine Kippe, in der Hoffnung mich zu beruhigen. Was Izzy jedoch nur noch mehr zum Grinsen brachte, und mir nicht wirklich half. Er wendete den Blick nun endlich von mir ab und ging Richtung Wasser. Seine engen Boxer lagen total schief auf seinen Hüften. Ich hatte so das Gefühl, dass das kein Zufall war. Richie’s Blick lag immer noch auf mir. „Du siehst so anders aus, Jamie.“, bemerkte er nun. Verdammt. War das so offensichtlich, was ich für Izzy fühlte?? Ich wollte etwas sagen konnte jedoch nicht mehr als ihn anzusehen. Und in dem Augenblick schien er bemerkt zu haben, was vorsich ging….





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